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Januar 2018

"Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald große Sorgen haben"

(Konfuzius, 551-479 v Chr)

 

Dezember 2017

"Und siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.Es
sollen nicht mehr da sein Kinder, die nur etliche Tage leben, oder Alte,
die ihre Jahre nicht erfüllen. Sie werden Häuser bauen und selber
bewohnen. Sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte selber essen.
Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was
ein anderer esse. Sie sollen nicht umsonst arbeiten.
Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein
Rind und die Schlange soll Erde essen".

Bibel: Jesaja 65, 17 ff - etwas  gekürzt

November 2017

Berge kommen nicht zusammen aber Menschen"

Jüdisches Sprichwort

 

Oktober 2017

Das Kreisen des Firmaments zaudert nicht, eile Dich.

Hafez/Hafis (1315 - 1390)

 

September 2017

Papst Franziskus: Schluss seiner Ansprache bei seiner apostolischen Reise nach Ägypten an die Teilnehmer der Internationalen Friedenskonferenz, 28. April 2017:

 „Denn es dient zu kaum etwas oder zu nichts, die Stimme zu erheben und eilig wieder aufzurüsten, um sich zu schützen:

Heute brauchen wir Erbauer des Friedens, nicht Erbauer von Waffen.

Heute sind Ingenieure des Friedens nötig, nicht Aufwiegler von Konflikten.

Feuerwehrleute und nicht Brandstifter.

Prediger von Versöhnung und nicht Aufrufer zur Zerstörung“.

Quelle: http://w2.vatican.va/content/franceso/de/speeches/20017/april/documents/papa-francesco_20170428_egitto-conferenza-pace.html

 Nach CIBEDO 2/2017, s. 79

 

 

August 2017

Die Azhar-Deklaration der Konferenz „Frieden, Bürgerschaft, Diversität und Integration“

Al-Azhar, Kario, 28. Februar bis 1. März 2017:

1.Das Konzept der „Bürgerschaft“ (citizenship) ist im Islam tief verwurzelt. Erste Verwendungen sind in der „Verfassung von Medina“ sowie in nachfolgenden Dokumenten und Vereinbarungen zu finden, in denen der Prophet Gottes die Beziehung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen geregelt hat…

Die Handlungsweise impliziert keine wie auch immer geartete Diskriminierung oder einen Ausschluss irgendeiner sozialen Gruppe dieser Zeit, sondern sie beinhaltet Grundsätze, die auf religiösen, ethnischen und sozialem Pluralismus beruhen..

Die arabischen und islamischen Gesellschaften können sich also einer alten Tradition der Koexistenz in einer einzigen Gesellschaft, die auf Diversität, Pluralität und gegenseitiger Anerkennung gegründet, rühmen…

Quelle: http://www.oasiscenter.eu/articles/religions-and-the-public-spehre/2017/04/13

Nach CIBEDO 2/2017, s. 75

 

 Juli 2017

Martin Niemöller sagte nach dem 2. Weltkrieg, er gehörte zur Opposition  
gegen die Nazi-Diktatur:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja  
kein Kommunist.
Als die Nazis die Juden holten und ermordeten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Jude.
Als die Nazis die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Sozialdemokrat.
Als die Nazis die Gewerkschafter einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Gewerkschafter.
Als die Nazis mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

  1. Wikipedia: Martin Niemöller

 

 

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Gemeinwesenarbeit – interkulturell und interreligiös

Seit 1984 engagiert für Frieden in der Stadt

Die Christlich – Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen:aus Christentum und Islam, beim Projekt jährliches „Abrahamsfest“ aus den drei Abrahams-Religionen: Judentum, Christentum und Islam. Das jährlich im Herbst stattfindende Abrahamsfest gibt es seit Herbst 2001 (kurz nach dem 11.September).Im Herbst 2010 findet zum 10.Mal statt.

Die Bandbreite von religiösen, weltanschaulichen, kulturellen, sozialen und politischen Einstellungen ist breit.
Uns verbindet die Verantwortung und Praxis für Respekt und Toleranz, für Verständigung und Akzeptanz, für Begegnung und Frieden zwischen den Religionen und im Gemeinwesen.
Seit 1984 arbeiten wir ehrenamtlich und zivilgesellschaftlich; dabei finden wir Unterstützung durch professsionell arbeitende Hauptamtliche wie PastorInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen.
Seit 1984 wirken wir ohne Unterbrechung und beharrlich und immer in drei Richtungen:
Begegnung zwischen den religiösen Gemeinden und ihren Mitgliedern
Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in den Schulen
Öffentlichkeitswirksame große Veranstaltungen (wie z.B. das Abrahamsfest) in der Stadt und im Gemeinwesen

Arbeitsschwerpunkte:

Die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl organisiert und fördert:

  • Wechselseitige Informationen über Glauben und Leben im Christentum und Islam
  • Begegnungen zwischen Moschee-Gemeinden und Kirchen-Gemeinden und ihren Gruppen (z.B. Vermittlung von Besuchen in Moscheen und Kirchen)
  • Inter-religiöse und inter-kulturelle Begegnungen von Frauen, Gespräche über ihre Situation, Rolle und ihre „power“.
  • Abrahamsfest: seit 2001 jährlich im Herbst, mit Kindern, Jugendlichen/Schulen und Erwachsenen. Träger: CIAG mit den Kirchen und Moscheen in Marl, der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat und der Stadt Marl.
  • Gemeinsame Gebete der Religionen an bestimmten Festtagen, Schulfeiern und öffentlichen Ereignissen.
  • Initiativen zu inter-religiösem Lernen und Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen (z.B. in Kindergärten, Schulen, Jugendheimen).
  • „Antirassismustag“ aller Marler Schulen mit SchülerInnen der Jahrgangsstufe 6, Träger: CIAG, Stadt und Schulen.Zum Antirassismustag der UNO (21.März).
  • „Kunterbuntes Chamäleon“ : Interkulturelle Schul-, Jugend- und Stadtteilarbeit an und mit der Martin Luther King-Gesamtschule Marl. Träger: Ev. SchülerInnenarbeit Westfalen (www.esw-berchum.de)
  • Gemeinwesen-Kooperation mit Stadtteilbüros und Integrationsagentur NRW in Marl
  • Motivierung Jugendlicher für schulische und berufliche Qualifizierung
  • Beratende Mitwirkung bei kommunal-politischen Themen von religiöser/ inter-religiöser Bedeutung (z.B. Moschee-Bau, Azan-Ruf, Gebetsräume in Krankenhäusern)
  • Beteiligung bei sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen Entwicklungen in der Stadt und der Region (z.B. Strukturwandel, Bergbau, „Soziale Stadt“, Leitbild der Stadt).
  • Mit der Stad Giresun/Schwarzes Meer Türkei: seit Jahren gute Austausch-Beziehungen von Martin Luther King Schule/“Kunterbuntes Chamäleon“ mit Anadolu Lisesi Giresun-Kesap und mit Erwachsenen
  • “Phönix Fliegt! (nördliches) Ruhrgebiet und Türkische Schwarzmeer-Region um Giresun Hand-in-Hand“: seit April 2012 Kooperation in Wirtschaft, Schule/Jugend und “Abraham“-Themen


Auf Dauer angelegt sind unsere folgenden Projekte:

Zwei interkulturelle/interreligiöse Frauen-Kreise. Der „Anti-Rassismustag der Marler Schulen“ (gemeinsam mit der Stadt Marl und allen Schulen in Marl, mit 350 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 6 = circa 12 Jahre alt, plus 50 Erwachsenen, teils Ehrenamtliche, teils Hauptamtliche. Zeitlich in der Nähe des 17.März Antirassismustag der UNO)
Das „Kunterbunte Chamäleon“ (Stadtteil-Arbeit und Vernetzung in der gemeinsamen Trägerschaft : Ev. SchülerInnen-Arbeit Westfalen/Berchum bei Hagen im Sauerland, Jugendamt der Stadt Marl, Ev. Stadtkirchengemeinde Marl: Bezirk Paulus, Martin Luther King Schule, Christlich – Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl). Hier geht es um sozialpädagogische Bildung und Freizeit innerhalb der Ganztagsschule und in der Freizeit/an Wochenenden im Stadtteil bzw auf Wochenend-Tagungen bzw Ferien-Camps in Berchum.
Seit Herbst 2001 das (jährliche) Abrahamsfest in der Trägerschaft der Christlich – Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat und der Stadt Marl. (mit weiteren Kooperationspartner bei den einzelnen Abrahamsfesten). Dazu gehören Begegnungs-Programme mit Kindern in ihren Stadtteilen, mit Schulen und Jugendlichen sowie mit Erwachsenen – jeweils im Herbst eines Jahres.Thema des 9.Abrahamsfestes Herbst 2009 war: „Jung und Alt – Kinder dieser Erde“, Thema des 10.Abrahamsfestes Herbst 2010 wird sein: „Bildung – menschlich/Kulturen – vielfältig/Religionen - weltgewandt“

Weitere Vernetzungen:

Die Christlich-islamische Arbeitsgemeinschaft ist vernetzt und kooperiert mit den 4 Stadtteilbüros in Marl (in der Trägerschaft des Jugend-/Sozialamtes der Stadt Marl und der Diakonie bzw der AWO).

Auf bundesweiter Ebene

Die Christlich – Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl ist Gründungs-Mitglied des = Koordinierungsrates des Christlich-Islamischen Dialogs in Deutschland e.V. (=KCID, Sitz: Köln). Kontakte und Vernetzungen bestehen mit dem Programm.