DPWV: Bewertung des Koalitionsvertrags zur Flüchtlingspolitik

Es gibt ein grundsätzliches Bekenntnis zum Grundrecht auf Asyl, Genfer Flüchtlingskonvention, den aus dem Recht der EU resultierenden Verpflichtungen zur Bearbeitung jedes Asylantrages sowie zur UN Kinderrechtskonvention und zur Europäischen Menschenrechtskonvention.

 

Die Parteien kündigen eine Begrenzung der humanitären Zuwanderung an: „Bezogen auf die durchschnittlichen Zuwanderungszahlen, die Erfahrungen der letzten 20 Jahre sowie mit Blick auf die vereinbarten Maßnahmen und den unmittelbar steuerbaren Teil der Zuwanderung- das Grundrecht auf Asyl und die GFK bleiben unangetastet - stellen wir fest, dass die Zuwanderungszahlen (inklusive Kriegsflüchtlinge, vorübergehend Schutzbedürftige, Familiennachzügler, Relocation,

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Unsinnige Tests. Hürden gegen hier lebende Flüchtlinge.

Ortlieb Fliedner

 

Etikettenschwindel in der Integrationspolitik

Was unsensible Bürokraten von gerade erst Zugewanderten verlangen

Hier als PDF

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"Kaum Angst vor Überfremdung"

Interview aus ZEIT.de 2018-03

http://www.zeit.de/gesellschaft/2018-03/populismus-deutschland-frankreich-afd-waehler-front-national-europa-studie


"Wehret den Anfängen!" Ein kritischer Info-Vortrag am 4.3. 18 in Dortmund. 

Veranstaltung zu CasaPound in Dortmund am 4.3.2018 um 18:00 Uhr im Black Pigeon.

http://blackpigeon.blogsport.eu/2018/02/23/casapound-italia-eine-faschistische-bewegungspartei-in-italien

Vortrag: CasaPound Italia – eine faschistische Bewegungspartei in Italien

 

CasaPound Italia nennt sich eine im Jahr 2003 entstandene faschistische Bewegung in Italien.

– Zu ihrem Markenzeichen gehört es, dass sie die Aktionsformen linker und emanzipativer Bewegungen adaptiert und in ihren rechtsradikalen Aktionsrahmen einbaut. So verfügt sie über besetzte Häuser und Zentren, organisiert Raves und Sit-Ins und gestaltet ihre Demonstrationen wie Umzüge der Ultras.

– Sie verfügt über ein ausgeklügeltes und breites Angebot an Medien, wildert in der Ikonographie der Linken und verwendet Comics und Bezüge aus diversen popkulturellen Medien. Sie weist ein breites Freizeit-, Sport- und Musikangebot auf, organisiert Konzerte und Freizeiten, Kongresse und Tagungen und bringt eine eigene Modemarke auf den Markt.

– Zu der Praxis CasaPounds gehören viele sozialpolitische Kampagnen und ein breites karitatives, medizinisches und pädagogisches Angebot zur alltäglichen Unterstützung notleidender Menschen. Dabei geht es selektiv um italienisch-stämmige Menschen, die Not leiden. Denn CasaPound ist eine ultra-rassistische, bzw. wie sie es sagen würde, ethno-pluralistische Bewegung. In diesem Sinne mobilisiert und demonstriert sie gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, spricht von einer „Invasion“ und fordert deren „Re-Migration“. Das Vorgehen CasaPounds bei vielen ihrer Protesten gegen Flüchtlingsunterkünfte ist äußerst militant.

– Seit 2013 verfügt CasaPound über den Parteienstatus und tritt als CasaPound Italia zu den Wahlen an. Mittlerweile verfügt die Partei über 11 Sitze in Kommunalparlamenten. Zudem hat sie seit 2013 ihre Niederlassungen italienweit auf über 100 Sitze verdoppelt und ihre Mitgliederzahl auf fast 20.000 verdreifacht.

Mit vielen ihrer Diskurse und Aktionsformen hat CasaPound die „Neue Rechte“ von den Seminaren und Hörsälen der Universitäten auf die Straßen und Piazzas gebracht – die „Neue Rechte“ von den Kopf auf die Füße gestellt.
So verwundert es nicht, dass CasaPound Italia durch seine erfolgreiche Politik europaweit nicht nur den identitären Gruppen, sondern auch anderen rechten Bewegungen als Vorbild dient.
Grund genug sie sich etwas genauer anzusehen.

(Am 4. März tritt CasaPound bei den Wahlen zum italienischen Parlament an und hofft auf Sitze im Senat und Parlament.)

Vortrag und Diskussion am:
Sonntag, den 04.03.2018, 18.00 Uhr
im Black Pigeon
Scharnhorststr. 50
44147 Dortmund

 

 


Wehret den Anfängen! 

  1. Februar 2018 - erschienen in Rubrik [ Politik » Sozialpolitische Debatte » neue und alte Armut (trotz Arbeit) » Tafeln und Vertafelung] , [ Interventionen » Asyl, Arbeitsmigration und Antirassismus » Asylrecht und Flüchtlingspolitik » Aufenthalt und Ausweisung » Lagerhaltung und andere Schikanen]

Essener Tafel nimmt nur noch Deutsche auf – Straßenmagazin fiftyfifty: Menschenverachtend

Wer Lebensmittel von der Essener Tafel beziehen will, muss künftig einen deutschen Pass haben. Der Andrang von Migranten sei zu groß. Die Essener Tafel nimmt vorerst nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in ihre Kartei auf. Grund sei, dass der Anteil der Migranten zuletzt auf drei Viertel geklettert sei, sagte am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor. (…) Auf der Internetseite des Vereins heißt es zu der Beschränkung: „Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen, um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen.“ Der Vorsitzende Sartor sagte der „WAZ“: „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“ In den vergangenen zwei Jahren seien aber ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter offenbar einem schleichenden Verdrängungsprozess zum Opfer gefallen. (…) Ähnliche Beschränkungen wie in Essen seien aber nicht bekannt. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Tafel sagte: „Bei uns zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft.“…” Meldung vom 22.2.2018 ber der FR online , siehe dazu:

  • “Menschenverachtend”. Straßenmagazin fiftyfifty kritisiert Essener Tafel. Essen nur noch für Deutsche. Abgewiesene erhalten anwaltliche Unterstützung über fiftyfifty
    Mit Entsetzen hat fiftyfifty von der Maßnahme der Essener Tafel erfahren, dass nur noch Deutsche kostenlose Lebensmittel erhalten. Mit dieser Entscheidung verstößt Jörg Sartor als Vorsitzende des Vereins gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – sein Handeln ist somit nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch rechtswidrig. Zudem ist ein solches Vorgehen Wasser auf die Mühlen der Rassisten von AfD, Pegida und Co. und unterscheidet sich in keiner Weise von der „Deutschen Winterhilfe“ der extrem rechten Partei „Der III. Weg“.
    Seit Jahren gibt es kontroverse Diskussionen um das Konzept der Tafeln. Kritiker sagen, dass staatlich verbriefte Grundrechte wie die Ernährung nicht unter das Existenzminimum fallen und Menschen deshalb auch nicht an ehrenamtliche und karitative Einrichtungen verwiesen werden dürfen. Die Höhe der Transferleistungen muss ausreichen, um den Lebensbedarf zu decken. Insofern wurde immer wieder Kritik laut, die Tafeln machten sich zu Erfüllungsgehilfen der Politik, die sich weigert, angemessene Regelsätze zu beschließen. Unter den gegebenen Bedingungen wären statt des Ausschlusses bestimmter Personengruppen zusätzliche oder erweiterte Öffnungszeiten der Tafeln eine zu fordernde Lösung. Zudem verstößt die Essener Tafel e.V. durch diesen Ausschluss auch gegen die eigenen Statuten. Dort heißt es im Grundsatz 4: „Die Tafeln arbeiten unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen. Die Tafeln helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen.“ „Es ist schon schlimm genug, dass arme Menschen in einem reichen Land wie Deutschland auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Dass jetzt allerdings der Pass entscheidet, ob jemand etwas zu Essen bekommt, wenn er Hunger hat, ist unhaltbar und menschenverachtend“, erklärt Julia von Lindern, Sozialarbeiterin bei fiftyfifty. Sie bittet alle, die von Abweisungen betroffen sind, sich unter ihrer mail-Adresse zu melden und bietet an, einen Anwalt einzuschalten, der für fiftyfifty arbeitet. fiftyfifty bittet um Protestmails an die Essener Tafel Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. 0177 3488886 (Jörg Sartor), cc Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!” Pressemitteilung vom 22.2.2018 (noch nicht online)

Siehe zum Thema zuletzt am 10. Februar 2016: Flüchtlinge: Lebensmittel-Obergrenze bei Tafeln?

http://www.labournet.de/politik/sopo/neue-armut/tafeln/essener-tafel-nimmt-nur-noch-deutsche-auf-strassenmagazin-fiftyfifty-menschenverachtend


Wehret den Anfängen! 

Die Essener Tafel nimmt vorerst nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in ihre Kartei auf. Grund sei, dass der Anteil der Migranten zuletzt auf drei Viertel geklettert sei, sagte am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor. Zuerst hatte die „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) darüber berichtet.

Die Hilfsorganisation bewahrt Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an Bedürftige. Die Empfänger müssen Hartz IV, Grundsicherung oder Wohngeld beziehen und dies der Tafel nachweisen.

Schleichender Verdrängungsprozess

Auf der Internetseite des Vereins heißt es zu der Beschränkung: „Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen, um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen.“

Der Vorsitzende Sartor sagte der „WAZ“: „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“ In den vergangenen zwei Jahren seien aber ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter offenbar einem schleichenden Verdrängungsprozess zum Opfer gefallen.
Umgesetzt wird die im Dezember beschlossene Beschränkung seit Mitte Januar, wie Sartor dem Blatt sagte – „so lange, bis die Waage wieder ausgeglichen ist“.

Der Landesverband der Tafeln bestätigte einen starken Andrang von Migranten in den vergangenen beiden Jahren. Davon seien alle Tafeln in Nordrhein-Westfalen betroffen, sagte die stellvertretende Vorsitzende Claudia Manousek. Ähnliche Beschränkungen wie in Essen seien aber nicht bekannt. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Tafel sagte: „Bei uns zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft.“

Hierzulande gibt es mehr als 930 Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige verteilen. (dpa)

 http://www.fr.de/politik/hilfsorganisation-essener-tafel-nimmt-nur-noch-deutsche-auf-a-1453856

 


Peter Hensinger: Trojanisches Pferd Digitale Bildung“

Auf dem Weg zur Konditionierungsanstalt in einer Schule ohne Lehrer

60 Seiten, 5.-- €

Inhalt: Die Superwanze-Smartphone und TabletPC als Lehrmittel / Troja­nisches Pferd „Digitale Bildung“: Big Brother ist teaching you! / Führt der Einsatz von digitalen Medien zu besserem Lernen? / Die irreversiblen Schädigungen des Gehirns / Die Digi-talisierung des Natürlichen /Zehn bereits eingetretene Nebenwirkungen / Die soziale Ungleichheit wird verstärkt und die Bildungsschere geht auseinander / iDisorder - „... als hätten wir alle ADHS!“ / „Brave New World“? Kritiker formieren sich: Nein zur Googlification der Erziehung! / Fünf Thesen /Über den Autor / Im Anhang: Trojaner aus Berlin: Der „Digitalpakt#D“

Die vorliegende Veröffentlichung beschäftigt sich mit der schleichenden Neuaus­richtung unseres Erziehungswesens durch digitale Medien. Es geht um die Bestrebungen von Google, Apple, Microsoft, Bertelsmann, der Telekom & Co., Bildung in die Hand zu bekommen – und warum fast keiner diese Unterwanderung bemerkt.

Wer den Stand der wissenschaftlichen Forschung kennt, weiß, dass Smartphones, Tablets und WLAN als Lernmittel im Unterricht eher schaden als nützen. Wer Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit erhöhen möchte, investiert nicht in Technik, sondern in die Ausbildung und Anstellung von Lehrkräften und stärkt die Vermittlung der traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Das ist die Basis für Bildungsprozesse mit analogen wie mit digitalen Medien.“

(aus dem Positionspapier der Initiative „aufwach(s)en mit digitalen Medien“ des Bündnisses für Humane Bildung)

 

pad-Verlag – Am Schledorn 6 – 59192 Bergkamen / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 
Als Sprecher vom Weltzentrum Marl sagte Klaus-Dieter Hein am 23. 1.2018 zur Eröffnung der Ausstellung "Wege der Erinneung" in Marl (die CIAG Marl war Mit-Veranstalterin) folgendes. 
 

 Download this file (2018 Wege der Erinnerung-Rede zur Eröffnung.pdf)  2018 Wege der Erinnerung-Rede zur Eröffnung.pdf


Faschisierung in Italien: 

 

Die 23 jährige Marokkanerin Chaimaa Fatihi von der „Associazione Giovani Musulmani d’Italia“ wollte am Freitag, den 24. November 2017 in der Gemeinde Medole, Provinz Mantua, ihr Buch „Non ci avrete mai — Lettera aperta di una musulmana italiana ai terroristi“ vorstellen. In diesem „offenen Brief einer jungen Muslima“ richtet sie sich gegen den Terror, der im Namen des Islam, ausgeübt wird.

 

Zu einem freien Dialog über einen aufgeklärten Islam in der Migrationsgesellschaft Italien und die Schwierigkeiten junger EinwanderInnen in dem heutigen Italien kam es aber nicht. Eine Gruppe von ca. 20 Nazi-Skinheads der Veneto Fronte Skinhead in schwarzen Bomberjacken marschierte in den Veranstaltungsraum, umstellte die dort anwesenden BesucherInnen und zwang durch einen lauthals auftretenden Sprecher den Anwesenden ihren Diskurs auf. In diesem sprachen sich die italienischen Faschisten gegen eine Immigration nach Italien und einen „Ius Soli“ für Kinder von Migrantinnen aus. Von den sichtbar eingeschüchterten BesucherInnen traute sich kaum jemand verbal gegen das Auftreten der Faschisten und deren rassistische Argumente zu wehren.
Erst als der einladende Bürgermeister der Gemeinde, Giovanni Battista Ruzzenenti, den Nazi-Skinheads der Veneto Fronte Skinheads versprach, zu einer von diesen organisierten Veranstaltung zur Einwanderung und dem „Ius Soli“ zu erscheinen, marschierten die Schwarzhemden wieder ab. Ruzzenenti, der am Anfang des Monats davon gesprochen hatte, dass eine interkulturelle Begegnung und Dialog ohne verbale und physische Gewalt gegen den (islamischen) Fanatismus nötig sei, beugte sich in dieser Situation den von den Faschisten erzeugten Klima der Angst und der Bedrohung — einem Klima des stetig wachsenden Fanatismus von Rechts in Italien.

 

Wie die Gazetta di Mantova ausführte, endete der Abend in Medole mit den betrüblichen Berichten zweier Schüler, Kinder marokkanischer EinwandererInnen, die über die tägliche Diskriminierung an ihren Schulen und der mangelnden Unterstützung, die sie dort seitens der Schulleitung und Lehrer erhielten, berichteten.

 

(Heiko Koch, 26.11.2017)

 

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http://antifra.blog.rosalux.de/impressionen-aus-dem-bel-paese-i-wortergreifungsstrategie-auf-italienisch Medole, all’incontro con la Fatihi irrompono gli Skinheads (25.11.2017)

 


http://gazzettadimantova.gelocal.it/mantova/cronaca/2017/11/25/news/all-incontro-con-la-fatihi-irrompono-gli-skinheads-1.16163029

 

 

 

 

Ein wichtiges Votum aus den USA von den dort engagierten muslimischen Frauenverbänden = Women´s Initiative in Spirituality & Equality.

 Download this file (WISE Up Report Has Launched.pdf)  WISE Up Report Has Launched.pdf

Lorenz Beckhardt, Köln, warnt entschieden und zu Recht vor AfD und dem 
aufgekommenen "braunen" Ungeist in Deutschland.

Lorenz Beckardt sprach auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am 
Sonntag, 5. November 2017 mittags. In jedem Jahr wird dort am jeweils 
ersten Sonntag im November der ermordeten 3.000 Juden in Riga gedacht, die 
zuvor aus dem Kreis Recklinghausen, Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen 
deportiert waren. Die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen lädt 
alljährlich dazu ein. Lorenz Beckhardt ist Redakteuer beim WDR Köln. In 
2014 veröffentlichte er im Aufbau-Verlag Berlin das Buch "Der Jude mit dem
Hakenkreus. Meine deutsche Familie". Bei dem Gedenken am 5. Nov. 2017 
ergriff auch Rolf Abrahamsohn das Wort; er ist letzter Überlebender des 
Holocaust im Kreis Recklinghausen, Ehrenbürger im Vest Recklinghausen und 
war Schirmherr des 16. Abrahamsfestes in 2016.

Hier die Rede als PDF

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Menschenrechte für Flüchtlinge

Von Wolf-Dieter Just als PDF

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Anläßlich "500 Jahre Reformation": Margot Käßmann beim Ev. Kirchentag in Berlin-Wittenberg im Mai 2017. 

Margot Käßmann war Bischöfin  der Ev. Landeskirche mit Sitz Hannover, dann Ratsvorsitzende der EKD Ev.Kirche in Deutschland und bis 31. Oktober 2017 Beauftragte der EKD für "500 Jahre Reformation". 

Quelle:  https://www.kirchentag.de/index.php?id=17858&sessionId=363585101&manuscriptId=3585||1

 

 

 

Atomwaffen endlich verboten

 

Veröffentlicht am 7. Juli 2017

UN beschließen historisches Abkommen

  1. Juli 2017 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffenverabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten: die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert den bisherigen Sonderstatus der Atommächte nicht länger. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit handelt künftig auch die Bundesregierung mit der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Verfügung über US-Atomwaffen in Deutschland gegen geltendes Völkerrecht. Die Bundesregierung blieb aus diesem Grund und auf Druck der USA den Verhandlungen fern.

Der ganze Artikel unter folgenden Link: https://www.icanw.de/neuigkeiten/atomwaffen-endlich-verboten/

 

EIN AUFRUF

Wir lassen uns nicht in „Wir“ und „die Anderen“ spalten!

Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Lehrenden und Aktivisten appellieren in einem Aufruf an die Öffentlichkeit und Politik, zusammenzuhalten – unabhängig von Herkunft und Religion. Das MiGAZIN veröffentlicht den Aufruf im Wortlaut:

Den ganzen Artikel unter folgenden Link: http://www.migazin.de/2017/09/29/ein-aufruf-wir-lassen-uns-nicht-in-wir-und-die-anderen-spalten/

 

Die Stadt als dritter Erzieher - neben Familie und Schule. 

 

"Umbrüche und Aufbrüche" ist das Thema des 17.Abrahamsfestes 2017 in Marl (Kreis Recklinghausen). Der Kontext dazu ist die Stadt Marl - selber in Umbrüchen und Aufbrüchen.  

Download this file (The Hot Wire - Westfalenspiegel 4-2017.pdf)   The Hot Wire - Westfalenspiegel 4-2017.pdf

Quelle: Westfalenspiegel 4 - 2017, der Autor Andreas  Rossmann veröffentlicht in der FAZ.

 

 Download this file (2017-02 bpb - Gülen Bewegung.pdf)   2017-02 bpb - Gülen Bewegung.pdf

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

 

  1. Mai 2015: Johannes XXIII.-Preis der internationalen Friedensbewegung 
    pax christi im Bistum Münster/W: Dieser Preis geht an das seit 2001 
    jährlich stattfindende "Abrahamsfest Mar" und dessen Träger: die CIAG  
    Marl (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl) und die Jüdische  
    Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen.

Laudatio von Pax Christi

 Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Juni 2015 17:37Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2015 17:37

Laudatio von Pax Christi für die Verlehung des Johannes XXIII.-Preises an das Abrahamsfest in Marl Kreis Recklinghauen durch Veronika Hüning

 

Verehrte Anwesende, liebe Friedensfreundinnen und Freunde!

Die Bilder haben mich erschreckt: Zehntausende Demonstranten in Dresden, die sich als Patrioten verstehen und als Retter des Abendlandes inszenieren und die vor einer Islamisierung Deutschlands warnen, als wäre die Zuwanderung von Menschen muslimischen Glaubens eine gefährliche Epidemie. Und nicht nur in Dresden – in mehreren anderen Städten, auch in Westdeutschland, sind islamfeindliche Parolen zu hören. Und nicht nur Rechtsradikale folgen den Bannern und Sprüchen.

Und diese Nachrichten haben mich ebenfalls erschreckt: Jüdische Gemeinden in Deutschland wenden sich an die Medien und bringen ihre Sorge über den zunehmenden Antisemitismus zum Ausdruck. Manche fühlen sich nicht mehr sicher und warnen ihre Glaubensbrüder davor, sich mit der Kippa in der Öffentlichkeit zu zeigen, aus Angst vor Übergriffen. Manche denken an Auswanderung.

Besonders erschreckend: Bei aller Hilfe, die manche christlichen Gemeinden Flüchtlingen bieten – Fremdenfeindlichkeit, rechte Gesinnung  und Antisemitismus reichen bis in die Mitte unserer Kirchen hinein.  

Genau in dieser Situation haben wir uns für den dritten Träger unseres Johannes-XXIII.-Preises entschieden. Wir, das ist die ökumenisch ausgerichtete katholische  Friedensbewegung pax christi im Bistum Münster. Wir haben uns entschieden, den Preis für Gerechtigkeit und Frieden vor Ort, in Deutschland und in unserer zerrissenen Welt der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft (CIAG) Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen/Marl als Träger des alljährlichen Abrahamsweges zu verleihen. Mit diesem Preis wollen wir Sie ehren, die Sie eine Gegenmacht zu Ausgrenzung und gesellschaftlichem Unfrieden gebildet haben. Sie haben den Preis wahrlich verdient, denn Sie leisten seit vielen Jahren einen eindrucksvollen Beitrag zu dem, wozu das Zweite Vatikanische Konzil aufgerufen hat: die Würde jedes Menschen unabhängig von seiner Herkunft und Religion zu achten, die Verbundenheit untereinander zu fördern und Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen.

Genau dies tun Sie als Christen, Moslems und Juden, die Sie in Marl kontinuierlich zusammenarbeiten und Jahr für Jahr den Abrahamsweg mit seinem reichen Rahmenprogramm gestalten.

Besonders hervorheben möchte ich:

Ø  das große Durchhaltevermögen seit den Anfängen der CIAG 1984, das ohne Idealismus und ohne Leidenschaft für die gemeinsamen Ziele sicherlich nicht möglich wäre;

Ø  die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Aktiven der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, aus der seit 2001 die Abrahamswege und Abrahamsfeste erwachsen sind;

Ø  den Ideenreichtum und die Kraft, mit der seitdem ein Netzwerk gebildet wurde, das ständig gewachsen ist und immer mehr Kooperationspartner an sich zu binden wusste;

Ø  die Fähigkeit, eine sehr bunte Gemeinschaft mit unterschiedlichen Traditionen, Überzeugungen und Vorstellungen zusammenzuhalten und Vertrauen, Verständnis und Solidarität untereinander zu stärken, durch alle Schwierigkeiten und Spannungen hindurch;

Ø  die klare Ausrichtung am Gemeinwohl, wie sie in der Selbstaussage zum Ausdruck kommt: „Wir betreiben keine Schau nach innen, sondern suchen das Beste der Stadt“; d.h.: Begegnung ohne Tabus, Frieden für alle, eine Stadt ohne Rassismus. Umstrittene Themen wurden dabei nicht ausgeklammert, z.B. Moscheebau und Muezzinrufe.

Als 2010 das zehnte Abrahamsfest in Marl gefeiert wurde, hieß es im Informationsblatt: „In Marl erleben wir ein recht friedliches Klima. (…) Das friedliche Klima ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis von Arbeit und Zusammenarbeit.“ Das ist heute angesichts der gesellschaftlichen Spaltungen und Abwehrhaltungen, der Feindbilder und Klimavergiftungen besonders wichtig.
Drei Ziele haben sich die Träger der Abrahamswege auf die Fahne geschrieben: menschliche Bildung, Vielfalt der Kulturen, weltzugewandte Religionen. Was das konkret bedeutet, können die Preisträger am besten selbst beschreiben. Sie werden gleich in drei Interviews von ihren Projekten und Erfahrungen erzählen.

Nicht umsonst heißt das jährliche Highlight der Arbeit von CIAG, jüdischer Gemeinde und ihrer Kooperationspartner „Abrahamsfest“. Abraham ist die gemeinsame Identifikationsfigur, eine Art Brücken-Person. In den Heiligen Schriften aller drei monotheistischen Religionen, in der Thora, in der Bibel und im Koran, spielt Abraham oder Ibrahim eine wichtige Rolle. Er, der „Freund Gottes“, hat Gott als den Einen erkannt und Kritik geübt, wenn Menschliches wie Gott angebetet wurde. Das ist auch in unserer Gegenwart wichtig, denn die Gefahr des Götzendienstes ist nicht gebannt. Ist es nicht Götzendienst, wenn das Geld und der Markt Heilsversprechen einlösen sollen? Ist es nicht Götzendienst, wenn die politischen und wirtschaftlichen Strukturen als alternativlos und allmächtig angesehen werden und quasi Unterwerfung unter ihre Gesetze verlangt wird, koste es, was es wolle? Ist es nicht Götzendienst, wenn Menschen meinen, mit militärischer Gewalt eine heilige Herrschaft errichten zu dürfen und zu können? Nur alle Religionen gemeinsam können dagegen Widerstand leisten und der Göttlichkeit Gottes und der Menschlichkeit aller Menschen zur Achtung verhelfen.    

Dies geschieht in vielen kleinen Schritten und vielen konkreten Projekten in Marl. Für eben diese Arbeit gebührt Ihnen, der CIAG und der Jüdischen Kultusgemeinde, der Johannes-XXIII.-Preis. Sie leisten als ehrenamtlich Engagierte einen unverzichtbaren Dienst für eine friedliche Stadtgemeinschaft und Sie zeigen in der kontinuierlichen Zusammenarbeit und in den vielfältigen einzelnen Begegnungen eine Dialogbereitschaft und Menschenfreundlichkeit, die Papst Johannes XXIII. selber geübt hat und die ihn sicherlich heute von Herzen erfreuen würde. Wir sind dankbar, dass auch die Muslime und die Juden unter Ihnen den Preis angenommen haben, der den Namen eines katholischen Papstes trägt. Dass Johannes XXIII. in Istanbul 1934-1944 zur Rettung von Juden beitrug und zum Gespräch mit dem Islam auf Augenhöhe bereit war, hat sicherlich zu dieser Akzeptanz beigetragen. Sein Eintreten für die Würde aller Menschen und seine interreligiöse Offenheit haben in Ihrem Wirken, liebe Preisträger, gute Nachahmer gefunden.

Und so möchten wir nun den Preis überreichen: die Urkunde, die unsere Sprecherin Gisela Hinricher verlesen wird, und die Bronzebüste von Johannes XXIII., die Pfarrer Hartmut Dreier übergeben wird, dem Ideenstifter, Brückenbauer und Motor der Arbeitsgemeinschaft und des Trägerkreises Abrahamsweg. Ganz im Sinne des Trialogs soll der Preis allen beteiligten Gruppen gehören und möge mal an dem einen, mal an dem anderen Treffpunkt präsent sein.

 


Grußwort von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anlässlich der Verleihung des Pax Christi-Papst Johannes-Preises als pdf Anhang


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Schriftliches Grußwort

von Herrn Minister Guntram Schneider

 

anlässlich der Verleihungsfeier des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises in Münster am 31. Mai 2015

 

 Anlässlich der Verleihung des Dritten Papst-Johannes-XXIII.-Preises an das  Abrahamsfest Marl übersende ich der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl und der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen meine herzlichen Glückwünsche. Gleichzeitig danke ich Pax Christi im Bistum Münster für die Würdigung des Abrahamsfestes Marl, dessen Schirmherr ich im Jahr 2013 selbst sein durfte.

In Zeiten, in denen religiöser Fanatismus, Anti-Islam-Bewegungen und Antisemitismus einen Keil zwischen die Menschen und ihre Religionen zu treiben drohen, stehen wir alle vor besonderen Herausforderungen. Deshalb darf der Gesprächsfaden zwischen den Anhängern unterschiedlicher Religionen aber auch zwischen Staat und Gesellschaft nicht abreißen, er muss vielmehr ausdauernd und sorgfältig weiter gesponnen werden.

Wir in Nordrhein-Westfalen suchen den Dialog auf allen Ebenen. Von interreligiösen und interkulturellen Projekten in den Kommunen bis hin zu bewährten und neuen Dialogformaten der Landesregierung. Deshalb sind Initiativen wie das interreligiös ausgerichtete Abrahamsfest von unschätzbarem Wert. Seit seiner Entstehung baut das Abrahamsfest Brücken zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Herkunft. Dieses Engagement ist für den sozialen Frieden von herausragender Bedeutung. Nordrhein-Westfalen war und ist ein Land der Vielfalt. Wir sind stolz darauf, dass hier Menschen aus allen Teilen der Welt eine neue Heimat gefunden haben und die Gesellschaft mitgestalten.

Das Abrahamsfest ist Ausdruck der Wertschätzung für die religiöse und interkulturelle Heterogenität, die unser Land einzigartig machen. Die Initiative leistet darüber hinaus praktische Integrationsarbeit vor Ort, auf die NRW nicht mehr verzichten kann. Dies verdient Dank und Respekt, den ich Ihnen hiermit aussprechen möchte.

Für die heutige Preisverleihung wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Freude und interessante Begegnungen. Möge der heutige Tag Ihnen allen als Motivation dienen, Ihre engagierte Arbeit für den interreligiösen und interkulturellen Dialog in Nordrhein-Westfalen fortzuführen.

 

 Guntram Schneider MdL

 

 

Grußwort von Sylvia Löhrmann als PDF

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Grußwort von Bürgermeister Werner Arndt, Marl als PDF

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Die 4 weiteren Ehrungen sind:

Tschelebi-Friedenspreis 2009: "...Für ihre mutige, inspirierende und  
nachhaltig friedensstiftende Leistung sind wir der CIAG Marl "zu  
Dank verpflichtet."

Bremer Friedenspreis 2007 benennt lobend die CIAG Marl mit 22  
beispielhaften Projekten in Deutschland.

"Sukran"-Plakette - Günes Altan, Generalkonsul der Türkei in Münster/W, am  
5. März 1997: "Seit 1984 setzt sich die Christlich-Islamische  
Arbeitsgemeinschaft Marl beharrlich, wirksam, phantasievoll und  
beispielhaft für die Integration der nach Deutschland eingewanderten  
Menschen aus der Türkei/aus islamisch geprägten Kulturen ein. Die  
christlich-islamische Zusammenarbeit in Marl geschieht in religiösen,  
sozialen, kulturellen und pädagogischen Zusammenhängen. Das erregt  
Sympathie, setzt Maßstäbe und spornt andere Mehschen in anderen Orten an."

"Goldener Hammer" - Dr. Herbert Schnoor, Innenminister NRW im Auftrag der  
Menschenrechtsorganisationen SOS Rassismus/Aktion Courage - am 17. März  
1994: "Frieden in der Stadt ist möglich, wo Menschen beginnen, das Leben  
zu begreifen....mit Händen, den offenen Augen, einem ehrlichen Mund, einem  
wachen Ohr...mit allen Sinnen eben, die andere Menschen auszeichnen..."

  1. Abrahamsfest 2018

Mögliche Motive und Themen aus Bibel und Koran zu Abraham/Ibrahim:Mit dieser Liste arbeiten Schulen und Kinder-/Jugendeinrichtungen z.B. bei Kreativen Workshops zu Abrahamsgeschichten

  • Protest gegen eine Arroganz der Macht „a la Babel“ in Ur, mit der Folge: Auswanderung aus Ur in Chaldäa: Menschen wie der junge Abraham mit seiner Familie verlassen die Heimat „aus Gewissensgründen“: damals aus Protest gegen die Arroganz der Macht, wie sie sich ausdrückt in großmächtiger Stadtpolitik a la „Babel“/“Turmbau zu Babel“; die damalige Großstadt Ur muss so ein Typ Stadt gewesen sein wie das sprichwörtliche Babel. Sie brechen auf  ins Ungewisse (Bibel) – wie Menschen zur Auswanderung – heute
  • Götzenanbetung in Haran: Menschen schaffen sich aus Holz und Ton Götzengestalten und betreiben kultische Anbetung und entwickeln damit blühende Geschäfte (Devotionalien-Handel und Pilger-Herbergen-Tourismus); Abraham tritt dagegen öffentlich auf und bestreitet diese Götzen-Kult-Wirtschaft  (Koran); er entzieht damit der Stadt Haran eine wichtige, auch  wirtschaftliche Basis. Was ist heute „Götzenkult“: woran hängen wir heute unser Herz? Was sind heute letzte, nicht hinterfragbare Wahrheiten (z.B. Strukturanpassungsmaßnahmen des IWF?). „There is No Alternative“…
  • Rettung/Flucht  aus Haran/Urfa: es kommt zur dramatischen Krise, nachdem Abraham  die Götzenanbetung/Götzen-Kult-Wirtschaft anprangert. Er wird vom dortigen König Nimrod zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt; durch wunderbare Löschung des Feuers und Befreiung  kann er entkommen, weil eine Quelle  plötzlich aufbricht, Wasser aus der Erde sprüht und ein Engel  Abrahams Fesseln löst (Koran)
  • Abraham und seine schöne Frau Sarah in Ägypten: der dortige Pharao will Sarah zu seiner Frau haben und Abraham tut so, als sei sie seine Schwester; d.h.er lässt sie aus Angst um sein Leben gehen, bis der Pharao es merkt und Abraham deswegen zur Rede stellt (Bibel)
  • „Patchwork-Familie“: Abraham  - ein verheirateter Mann/ein Vater in der Falle der Eifersucht zwischen zwei Frauen (Sarah und Hagar; Sarah ist eifersüchtig auf Hagar)  und ihren 2 Kindern (Ismael und Isaak, es kommt zu Streit zwischen den beiden); Eifersucht, Streit und Vertreibung in die Wüste und Todesgefahr der einen Frau (Hagar) und  des einen Kindes (Ismael) (Bibel, Koran). Sie kommen nach Mekka  (Koran)
  • Was heißt „Opferung“? Was heißt „Gehorsamsprüfung“? Jedenfalls: Der Sohn soll nicht getötet werden! Mit andern Worten und vom Ende her verstanden bedeutet diese wohl bekannteste und „gruselige“  Abraham-Geschichte: Kein Mensch soll mehr getötet werden! (in der Bibel ist es Isaak, im Koran ist es Ismael)
  • Melchisedek und Abraham schließen einen Freundschafts-/Friedens-Vertrag und vermeiden Krieg und Blutvergießen, sie feiern ein großes Freundschaftsmahl – mitten im Kontext wirrer Kriege, mit ihren Toten und Ruinen (Bibel)
  • Abraham besucht auch weiterhin Hagar und Ismael in Mekka und ist an der Errichtung der Kaaba in Mekka beteiligt (Koran)
  • „Happy End“: Die beiden „Halb-Brüder“ Ismael und Isaak kommen nach langen Jahrzehnten wieder zusammen und beerdigen gemeinsam ihren Vater Abraham in Hebron; Abraham heiratet ein 2. Mal: Ketura;  nach einer Auslegungstradition im Judentum und Islam ist Ketura identisch mit Hagar (Bibel)

 

Dieses ist eine Liste mit Ideen und Vorschlägen -  zur Auswahl. Die Inszenierungen müssen nicht im engen Sinn an den biblischen-koranischen Texten anschließen. Diese können auch als inspirierender Hintergrund genommen werden für sehr aktuelle Gestaltung und moderne Inszenierung.

Wir sind davon überzeugt: Die Abrahams-Geschichten – in den Heiligen Schriften von Judentum, Christentum, Islam - gehören zu den „Großen Erzählungen“ der Welt-Literatur, zur Erbschaft der Menschheit.   

(Quelle: jährliches Abrahamsfest Marl: Brief an Schulen und Jugend-Kultur-Zentren als Einladung zur Teilnahme mit eigenen kreativen Inszenierungen, mit allen kulturellen Künsten.)

 


17. Abrahamsfest Marl 28. Feb. 2018

Sachbericht:

  1. Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen: Herbst/Winter 2017

Thema: Umbrüche. Aufbrüche

Schirmfrau: Christel Neudeck (Troisdorf bei Bonn, zusammen mit Rupert Neudeck (posthum) Trägerin des Staatspreises NRW 2016)

 

  1. Thema, Kontexte, Träger, Dank:

Dieser Sachbericht behandelt das 17. Abrahamsfest Marl (Kreis Recklinghausen); es fand im Herbst /Winter 2017 statt: Zum 17. Marl seit Herbst 2001 veranstaltete die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl zusammen mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat und der Stadt Marl das (jährliche) „Abrahamsfest Marl“. Hinzu kamen rund 60 thematische Kooperationspartner am Ort, in der Region und bundesweit. Es ist seit Anfang an ein ehrenamtlich durchgeführtes Projekt für ein friedliches Miteinander, für Nachbarschaft in Respekt, wechselseitiger Anerkennung  und im gemeinsamen Handeln. Es versteht sich als Projekt der Hoffnung – zumal in diesen sehr spannungsreichen Zeiten in der heutigen Welt. Es wird vielfältig gefördert  und genießt hohe Anerkennung.

Den Gesamten Sachbericht hier als PDF

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Plakat 17. Abrahamsfest

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Flyer 17. Abrahamsfest

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Sachbericht 16. Abrahamsfest

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Trägerkooperation des Abrahamhaus in Marl

Standort: Karl-Liebknecht Straße 10, 45770 Marl                                       

 

Ev. Kirchenkreis Recklinghausen & Christlich-Islamische AG Marl in Kooperation mit der Integrationsagentur/Flüchtlingsreferat der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen GmbH

 

Ziele, die durch die Arbeit  erreicht werden…

 -       Begegnung in  drei speziell dafür eingerichteten und gestalteten „Erfahrungsräumen“ ermöglichen

 -       Praxisnahe Informationen über Unterschiedlichkeiten & Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Religionen

 -       Erleben einer besonderen interreligiösen Atmosphäre des Abrahamhauses in Marl

 -       Niederschwellige Zugänge zum Thema ermöglichen

 -       Impulssetzung über praktischen Umgang miteinander ins Gespräch über die Religionen zu kommen

 -       Authentische Gestaltung der Workshops durch Vertreter der drei Religionen

 -       Zielgruppenspezifische Konzipierung der Wokshops

 

Aktivitäten, die geplant sind, das Ziel zu erreichen

Das Abrahamhaus ist ein Mitmach-Projekt für Schulkinder bis zum 12. Lebensjahr und für deren neugierige Eltern und LehrerInnen, und ein offenes Haus für alle, die über Judentum, Christentum und Islam mehr erfahren möchten.

Wir – ein interdisziplinär arbeitendes Team mit Mitarbeitenden aus allen drei Religionen -    fangen an mit einer Führung von ca. 20 Minuten, sie geht durch die unterschiedlichen Räume und man lässt ihre Ästhetik, ihren Geruch, ihre Eigenart auf sich wirken.

Dabei hören wir die Geschichte von Abraham und seinen Söhnen Ismail und Isaak, von Jesus und Mohammed und betrachten genealogische Tafeln und Bilder.

Danach teilen wir uns in drei Gruppen. In den Räumen der Juden, der Christen und der Muslime wird jetzt ca. zwei Stunden gebastelt, erzählt, gekocht und gegessen (eine kleine Frühstückpause findet in den Gruppen statt!). Alle drei Gruppen betrachten dabei das gleiche Thema, so dass in der Abschlussrunde klare Vergleiche zwischen dem Verständnis der einzelnen Religionen für die gleiche Problematik angestellt werden können.

Gemeinsamkeiten entdecken – Unterschiedlichkeiten anerkennen…das zentrale Motto unserer Arbeit im Abrahamhaus 

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