Die Verantwortlichen der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl haben im Juni 2018 beschlossen:

Ein dreiköpfiges interreligiöses (Abrahamitisches) Frauen-Team
repräsentiert die Arbeit nach außen. Fortgesetzt wird die gemeinsame
Verantwortung im SprecherInnen-Kreis (s.u.), die freie Breite der
Aktivität der Einzelnen und der beteiligten Gruppen, die Koordination in
meist monatlichen Plenumstreffen und in meist vierteljährlichen
Steuerungsgruppen-Treffen..

Das ganze wird ehrenamtlich organisiert. In den vergangenen Jahren
repräsentierte Jens Flachmeier das Ganze (CIAG Marl, Abrahamsfest usw)
nach außen. Seit dem 1. Juli 2018 repräsentieren das Ganze nach außen:
drei Frauen aus den drei Religionen: in alphabetischer Reihenfolge:
Beatrix Ries (christlich), Intisar Saif (muslimisch), lilia Vishnevetska
(jüdisch).
Allen wird herzlich gedankt: Jens Flachemier für seine bisherige Aktivität
als Gesamt-Sprecher und dem neuen Team für ihre Bereitschaft zur
Aktivität als Gesamt-Sprecherinnen.
Alle genannten Personen kümmern sich weiterhin um ihre speziellen
Themenfelder.


SprecherInnen-Kreis CIAG Marl/Abrahamsfest Marl


(Telefonische Vorwahl Marl = 02365)

Dunia Arcoun, Ostpreußenstr. 32, 45770 Marl
Özcan Arlat, Triftstr. 21, 45772 Marl, Tel. 0174 958 22 22
Ramazan Atalay, Merkurstr. 19, 45768 Marl, Tel. 0157 592 011 27
Nabile Darwich, Adolf Grimme Str. 8, 45768 Marl, Tel. 0177 512 14 14
Semih Deniz, Victoriastr. 116 d, 45772 Marl, Tel. 38 12 71
Hakki Dinckal, Sickingstr. 136, 45772 Marl, Tel. 4 88 06
Hartmut Dreier, Schumannstr. 6, 45772 Marl, Tel. 4 20 76
Jens Flachmeier, Drewerstr. 62, Tel. 0178 14 16 514
Bünyamin Gedik,c/o Fatih-Moschee: Bachackerweg 197, 45772 Marl, Tel. 
0176 436 000 86
Nazife Güner, Sickingstr. 49, 45772 Marl, Tel. 0157 547 801 58
Christa Heinen, Lembecker Pfad 26, 45770 Marl, Tel. 3 76 23
Özlem Isik, Sickingstr. 15, 45772 Marl, Tel. 0157 746 342 65
Elisa Kindler, Joh. Brahms Str.33, 45772 Marl, Tel. 50 36 50
Hannelore Kintzel, von Menzel Str. 16, 45768 Marl, Tel. 5 98 70
Hasibe Koc, Kampstr. 51, 45768 Marl, Tel. 0157 551 735 55

Heidi Blessenohl, Thüringer Str. 3, 45770 Marl, Tel. 34 774
Natalie und Andrej Koschuhowski, Brüderstr. 59, 45768 Marl, Tel. 6 99 723
Mariola Kozaronek, Sperberweg 3-5, 45772 Marl, Tel. 0176 190 033 95

Melih Fidan, Bachackerweg 97, 45772 Marl, Tel. 0152 2181 38 14
Muhammet Catmak, Möwenweg 1, 45772 Marl, Tel. 0151 2970 25 49
Yunis Kulak, Rudolf Virchow Str. 26 B, 45768 Marl, Tel. 0177 322 53 81
Mona u. Meriam Lihedheb,Breslauerstr. 1, 45768 Marl. Tel. 0157 517 720 59
Ali Özbay, Trifstr. 12 B, 45772 Marl, Tel. 0172 909 27 97
Michaela Rickert,c/o KBC Kunterbuntes Chamäleon, G.Herwegh Str. 63-67, 
45772 Marl, Tel. 0163 683 24 43
Beatrix Ries, Begonienstr. 9, 45770 Marl, Tel. 674 50
Adnan Saglik, Bahnhofstr. 88, 45772 Marl, Tel. 83 803
Intisar Saif, Pommernstr. 4, 45770 Marl, Tel. 0176 42 19 29 22
Günter Tewes, Max Planck Str. 1 b, 45768 Marl, Tel. 69 11 26
Isaak Tourgman,c/o Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, Tel. 
0151 155 595 21
Mehmet Ucak, Kampstr. 23, 45768 Marl, Tel. 50 76 69
Marl, Tel.95 84-11
Geylani Ugur, Sachtstr. 50, 45768 Marl, Tel. 0163 242 22 29
Roland Wanke, Bachstr. 7a, 45770 Marl, Tel. 41 33 69

Silvia Frank, Hans Thoma Str. 8, 45767 Marl, Tel. 51 50 57
Lilia Vishnevetska, Merkurstr. 19, 45768 Marl, Tel. 0163 481 29 23

(Stand: Sept. 2019)

 

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    II. Rechte der Nutzer und Betroffenen
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Dezember 2019

"Im Atheismus der Massen drohen auch die utopischen Gehalte der 
Überlieferung unterzugehen" (Jürgen Habermas: "Legitimationsprobleme im 
Spätkapitalismus", 1973)

Nach dem 11. September 2001, in seiner Friedenspreisrede "Glaube und 
Wissen" 2001: Die Religionen haben noch "den Zugang zu einer archaischen 
Erfahrung - und zu einer Quelle der Solidarität - behalten (....), die 
sich den ungläubigen Söhnen und Töchern der Moderne verschlossen hat. 
(...) Für uns säkulare Geister enthält allein die ästhetische Erfahrung 
noch Spurenelemente aus dieser weithin versiegten Quelle".
(Beide Zitate aus: Johan Schloemann: Das Bessere versuchen, in SZ 18.Juni 
2019, s. 11 - 12)

 

November  2019

"ich will, dass ihr Angst habt... Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind 
es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber: Ich will 
Eure Hoffnung nicht. Ich will, dass Ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag 
spüre"

Greta Thunberg auf dem "Weltwirtschaftsgipfel" in Davos im Januar 2019

"Wir Kinder gehen nicht auf die Straße, damit Sie Selfies mit uns machen 
und dass Sie es bewundern, was wir tun. Wir Kinder tun dies, um Sie, die 
Ewachsenen, aufzuwecken. Wir Kinder tun dies, weil wir unsere Hoffnungen 
und Träume zurückhaben wollen".

Greta Thunberg im britischen Parlament 2019

 

Oktober 2019

Heribert Prantl auf dem kirchentag in Dortmund am 21.Juni 2019: "Man liest 
nachdenklich den Satz, den Franz Grillparzer 1849 geschrieben hat: ´Von 
der Humanität durch Nationalität zur Bestialität.`Und man ahnt und weiß, 
dass die Humanität wieder bedroht ist, massiv wie schon Jahrzehnte nicht 
mehr. Sie ist bedroht von gemeiner Rede und gemeiner Tat, von der Lust an 
politischer Grobheit, von Flegelei und Unverschämtheit, von der Verhöhnung 
von Anstand und Diplomatie, sie ist bedroht von einer rabiaten Missachtung 
des Respekts und der Achtung, die jedem Menschen zustehten, dem 
einheimischen Arbeitslosen, dem Flüchtling wie dem politischen Gegner, sie 
ist bedroht von einer aufreizenden Verachtung von Fakten und Detials, wie 
sie der 45. Präsident der Vereinigen Staaten zeigt."

 

September 2019

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl
Jahre hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt,
wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Albert Schweitzer
(14.1.1875 - 4. 9. 1965. Arzt, Philosoph, ev. Theologe, Organist, 
Musikwissenschaftler, Pazifist, Friedensnobelpreis 1953)

 

August 2019

"Wenn die Religionen nicht Wege des Friedens einschlagen, verleugnen sie 
sich selbst"

Franziskus, Bischof zu Rom, Papst der katholischen Weltkirche zum 
Internationalen Friedenstreffen "Brücken des Friedens" in Bologna/Italien 
am 17.Okt. 2018.


Quelle: CIBEDO-Beiträge 1/2009, s. 19

 

Juli 2019

Gotteshauch:
Sieh, ich starb als Stein und ging als Pflanze auf,
starb als Pflanze und nahm drauf als Tier den Lauf.
Starb als Tier und ward ein Mensch.
Was fürcht´ ich dann, da durch Sterben
ich nie minder werden kann.
Wieder, wenn ich werd´ als Mensch gestorben sein,
wird ein Engelsfittich mir erworben sein,
und als Engel muss ich sein geopfert auch,
werden, was ich nicht begreif: ein Gotteshauch!

Verfasser: Rumi, geb. 30.9.1207 in Blach (heute Afghanistan), gestorben am 
17.12.1273 in Konya.

 

Juni 2019

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen.
Mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen.
Der Augenblick ist mein,
und nehm ich den in acht,
so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius, geb. 2.10.1616 in Glogau, gestorben 16.7.1664 in Glogau

 

Mai 2019

 

Omar Khayyam

 

Freude am Jetzt

 

Vergiss das Gestern, denn es ist vergangen;

Das Morgen kommt, du brauchst es nicht verlangen.

Du sollst dich nicht an das, was nicht ist, ketten.

Denn Freude kannst du nur im Jetzt empfangen

 

(Omar Khayyam: geboren 1044 in Nishapur in der Provinz Khorasan – heutiger Iran, gestorben 1131. Mathematiker, Astronom, islamischer Philosoph und Poet).

 

April 2019

 

 INTR´A/IRB - InterReligiöse Arbeitsstelle/Bibliothek - Karin & Reinhard Kirste

 

Bertolt Brecht: Karsamstagslegende

Den Verwaisten gewidmet

 

Seine Dornenkrone

nahmen sie ab

Legten ihn ohne

Die Würde ins Grab.

 

Als sie gehetzt und müde

Andern Abends wieder zum Grabe kamen

Siehe, da blühte

Aus dem Hügel jenes Dornes Samen.

 

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt

Sang wunderleise

Eine Drossel süß und mild

Eine helle Weise.

 

Da fühlten sie kaum

Mehr den Tod am Ort

Sahen über Zeit und Raum

Lächelten im hellen Traum

Gingen träumend fort

 

(aus: Bertold Brecht: Die Gedicht von Bertold Brecht in einem Band. Suhrkamp Verlag 1981. Zitiert nach: Das Frühlingsbuch. Gedicht und Prosa. Herausgegeben von Hans Bender und Nikolaus Wolters, insel taschenbuch 914, 1986, s. 64 f)

 

März 2019

 

"So gehöre nicht zu denen, die die Hoffnung verlieren" (Koran 55, 5)


Quelle: Neujahrsgruß für 2019 von Aiman A. Mazyek. Zentralrat der Muslime 
in Deutschland.

 

Februar 2019

 

Alle sagen: "Das geht nicht!"
Dann kam einer, der wußte das nicht. Und hat´s gemacht.

unbekannt

 

Januar 2019


Wo hört die Heimat auf und fängt die Fremde an?
Es liegt daran, wie weit das Herz ist aufgethan.
Ein enges Herz, das sich verstockt im Winkel hat,
Es findet fremdes Land drei Finger von der Stadt;
Ein weites aber hat das Fernste sein genannt,
Als wie vom Hmmel wird die blüh´nde Welt umspannt."

Friedrich Rückert

 

Dezember 2018

 

In Wahrheit gibt es nur ein einziges

Licht, das durch unterschiedliche

Fenster scheint und uns durch die

Person jedes einzelnen

Propheten erreicht. 

Rumi

Mavlana Dschalaluddin Rumi wurde 30.9.1207 in Balkh geboren (damaliges Persien, heute Afghanistan). Er starb am 17.12.1273 in Konya.Er gilt vielen als "der größe mystische Prophet aller Zeiten". Er wurde von den besten Gelehrten in der damaligen Islamischen Welt unterichtet, z.B. in Bagdad, Mekka und Damaskus. Auch sein Elternhaus prägte ihn, sein Vater lehrte in Konya und Sohn Mavlana Dschalaluddin Runi wurde im Alter von 22 Jahren sein Nachfolger. Er war natürlich nicht unumstritten in seiner Zeit. Die Derwiche mit ihrem Drehtanz beziehen sich auf ihn.

(Obiges Zitat aus: Die Lehren des Rumi, München 2006, S. 28)

 

November 2018

 

"Alle sagen: Das geht nicht!
Dann kam einer, der wußte nichts davon.
Und er hat´s gemacht"

Autor wird in der Prophetenüberlieferung vermutet.

 

Oktober 2018

 

Credo von Dorothee Sölle:

ich glaube an gott

der den widerspruch des lebendigen will

und die veränderung aller zustände

durch unsere arbeit

durch unsere politik

 

ich glaube an jesus christus

der aufersteht in unser leben

dass wir frei werden

von vorurteilen und anmaßung

von angst und hass

und seine revolution weitertreiben

auf sein reich hin

 

ich glaube an den geist

der mit jesus in die welt gekommen ist

an die gemeinschaft aller völker

und unsere verantwortung für das

was aus unserer erde wird

ein tal voll jammer hunger und gewalt

oder die stadt gottes

amen.

Anmerkung: dieses Credo (= Glaubensbekenntnis) schrieb Dorothee Sölle 1968. Wikipedia: Dorothee Sölle, dort ist mehr zu lesen zu dieser evangelisch-ökumenischen Theologin und Dichterin (geboren: 30.9.1929, gestorben: 27.4.2003). Das Credo ist mehrfach nachgedruckt, z.B. Dorothee Sölle/Fulbert Steffensky (Hg.). Politisches Nachtgebet in Köln. Band 1, Stuttgart/Mainz,  5. Auflage 1971, s. 26 – 27. Zuletzt: Institut für Theologie und Politik (ITP) Münster: Kleine theologische Anstöße – Kirche 1968 – „Unter dem Pflaster liegt der Strand“, Juni 2018, s. 10

 

September 2018


Zekerija Sejdini (Prof. für islamische Religionspädagogik an der
Universität Innsbruck):

„Doch all jene, die sich mit dem interreligiösen Dialog beschäftigen,
wissen, dass ein ehrlicher, und zielführender Dialog zwischen den
Religionen kein leichtes Unterfangen ist. Das liegt einerseits an der
ambivalenten Natur der Religionen selbst, die sowohl friedensstiftend
als auch gewaltfördernd sein können, andererseits in der Tatsache, dass
der ehrliche Dialog eine Haltung voraussetzt, die den Anderen als einen
gleichberechtigten Partner in allen Belangen betrachtet. Der britische
Großrabbiner Jonathan Sacks bringt diesen Aspekt auf den Punkt, wenn er
sagt: ‚Religion has power. It bonds people as a group. It moves people to
act. It changes lives. And whatever has power ca be used, misused or
abused. Religion is like fire. It warms, but it also burns. And we are the
guardians of the flame.’”

Quelle:Zekerija Sejdini Dankesrede zur Verleihung des Kurt Schubert
Gedächtnispreises für interreligiöse Verständigung, in Festschrift zur
Preisverleihung 2018, Forum der Weltreligionen, Wien.Beilage zu Religionen
unterwegs 24.Jg.Nr.2 Mai 2018.
-
Zekerija Sejdani, geboren 1972 in Vrapciste (Mazedonien) studierte
islamische Theologie an der Al-Azhar Universität in Kairo , Marmara
Universität Istanbul, Heidelberg. Mehr zu ihm Internet unter seinem Namen.

 

August 2018

 

„Doch all jene, die sich mit dem interreligiösen Dialog beschäftigen, wissen, dass ein ehrlicher, und zielführender Dialog zwischen den Religionen kein leichtes Unterfangen ist. Das liegt einerseits an der ambivalenten Natur der Religionen selbst, die sowohl friedensstiftend als auch gewaltfördernd sein können, andererseits in der Tatsache, dass der ehrliche Dialog eine Haltung voraussetzt, die den Anderen als einen gleichberechtigten Partner in allen Belangen betrachtet. Der britische Großrabbiner Jonathan Sacks bringt diesen Aspekt auf den Punkt, wenn er sagt: ‚Religion has power. It bonds people as a group. It moves people to act. It changes lives. And whatever has power ca be used, misused or abused. Religion is like fire.

It warms, but it also burns. And we are the guardians of the flame.’”

In: Zekerija Sejdini Dankesrede des Preisträgers – zur Verleihung des Kurt Schubert Gedächtnispreises für interreligiöse Verständigung, in Festschrift zur Preisverleihung 2018, Forum der Weltreligionen, Wien.Beilage zu Religionen unterwegs 24.Jg.Nr.2 Mai 2018

 

 

Juli 2018

 

"Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als deine
Schulweisheit dich träumen läßt"

(Shakespeare, Hamlet)

 

 

 Juni 2018

 

"Welche eine triste Epoche,
in der es leichter ist,
ein Atom zu zertrümmern
als ein Vorurteil"

Albert Einstein


 

Mai 2018

 
Die jüdische Rabbinerin Sharon Brous (USA):


„Meine Würde ist mit deiner Würde verbunden, und meine Freiheit ist mit
deiner Freiheit verbunden, und wir müssen diese Schritte gemeinsam als
Gesellschaft gehen“. Das sagte Sharon Brous, Rabbinerin einer schnell
wachsenden Gemeinde in den USA.
In einem Interview mit der taz vom 6./. Januar spricht sie vom Kampf
zweier Philosophien in Bezug auf den Menschen. Zitat: „ Sorge ich mich nur
um mich selbst, meine Familie und jene, die so aussehen, sich so benehmen
und sprechen wie ich?
Oder sehe ich mich als Teil des Gewebes der menschlichen Gemeinschaft, ein
Herz unter vielen, dass versteht, dass wir alle in Solidarität miteinander
stehen müssen?“

Sie möchte, dass Politik durch Liebe befeuert wird. Von Liebe getrieben,
durch den Glauben an das Gute im Menschen. „Das bedeutet nicht“, so sagt
sie, „dass wir naiv sein sollen, nicht wachsam und nicht realistisch in
Bezug auf Gefahr. Das bedeutet, dass wir einander verstehen können und
gemeinsam daran arbeiten können, etwas aufzubauen, das besser ist als das,
was wir jetzt haben.“

Sie hat aus Erfahrung der Shoah einen erstaunlichen Schluss gezogen.
Als Jüdin setzt sie sich ein für Muslime in den USA, die zunehmend
ausgegrenzt und von der Trump-Regierung durch einen „Muslim Ban“ bedroht
werde. Sie geht sogar so weit, sich für eine Aufnahme von Immigranten
einzusetzen, ähnlich dem Kirchenasyl. Das rührte eine alte Frau ihrer
Gemeinde zu Tränen. Sie war als Kind vor den Nazis in einer Kirche
versteckt worden.

Quelle: taz 6. Jan. 2018

 

April 2018


Helmuth James Graf von Moltke:


„Ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist 
der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit, der Intoleranz und des 
Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in den Deutschen 
steckt und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat 
gefunden hat.“

Helmuth James Graf von Moltke, geboren 11. 3. 1907, am 23.1.1945 im 
Gefängnis Berlin-Plötzensee auf Anordnung der NS-Justiz erhängt. Jurist, 
Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Begründer des 
"Kreisauer Kreises". Das Zitat ist aus seinem Abschiedsbrief an die 
Söhne Caspar und Konrad vom 11.10.1944. Zitiert von Navid Kermani bei 
seiner Laudatio auf Norbert Lammert, ehem. Bundestagspräsident, als 
dieser den Leo Beack Preis verliehen bekam (FAZ-net 5.2.2018)

 

März 2018

 

Scan vom Originalskript von Erich Fried. 

 

Februar  2018


"Was ist der Sabbat? Eine Erinnerung an aller Menschen Königswürde, eine
Aufhebung der Unterscheidung von Herr und Knecht, reich und arm, Erfolg
und Fehlschlag.Denn Sabbat feiern bedeutet, unsere letzte Unabhängigkeit
von Zivilisation und Gesellschaft zu erfahren, von Leistung und Angst. Der
Sabbat ist eine Verkörperung des Glaubens, dass alle Menschen gleich sind,
und dass die Gleichheit der Menschen ihren Adel ausmacht. Die größte Sünde
des Menschen ist es zu vergessen, dass er oder sie ein Königsohn, eine
Königstochter ist. Der Sabbat ist eine Zusicherung dessen, dass jenseits
des Guten das Heilige ist. Das Universum wurde in sechs Tagen geschaffen,
aber der Höhepunkt der Schöpfung war der siebte Tag. Die Dinge, die in den
sechs Tagen ins Leben gekommen sind, sind gut; aber der siebte Tag ist
´heilig`! Der Sabbat ist Heiligkeit in der Zeit."

Abraham Joshua Heschel (1907 - 1972)

 

Januar 2018

"Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald große Sorgen haben"

(Konfuzius, 551-479 v Chr)

 

Dezember 2017

"Und siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.Es
sollen nicht mehr da sein Kinder, die nur etliche Tage leben, oder Alte,
die ihre Jahre nicht erfüllen. Sie werden Häuser bauen und selber
bewohnen. Sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte selber essen.
Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was
ein anderer esse. Sie sollen nicht umsonst arbeiten.
Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein
Rind und die Schlange soll Erde essen".

Bibel: Jesaja 65, 17 ff - etwas  gekürzt

November 2017

Berge kommen nicht zusammen aber Menschen"

Jüdisches Sprichwort

 

Oktober 2017

Das Kreisen des Firmaments zaudert nicht, eile Dich.

Hafez/Hafis (1315 - 1390)

 

September 2017

Papst Franziskus: Schluss seiner Ansprache bei seiner apostolischen Reise nach Ägypten an die Teilnehmer der Internationalen Friedenskonferenz, 28. April 2017:

 „Denn es dient zu kaum etwas oder zu nichts, die Stimme zu erheben und eilig wieder aufzurüsten, um sich zu schützen:

Heute brauchen wir Erbauer des Friedens, nicht Erbauer von Waffen.

Heute sind Ingenieure des Friedens nötig, nicht Aufwiegler von Konflikten.

Feuerwehrleute und nicht Brandstifter.

Prediger von Versöhnung und nicht Aufrufer zur Zerstörung“.

Quelle: http://w2.vatican.va/content/franceso/de/speeches/20017/april/documents/papa-francesco_20170428_egitto-conferenza-pace.html

 Nach CIBEDO 2/2017, s. 79

 

 

August 2017

Die Azhar-Deklaration der Konferenz „Frieden, Bürgerschaft, Diversität und Integration“

Al-Azhar, Kario, 28. Februar bis 1. März 2017:

1.Das Konzept der „Bürgerschaft“ (citizenship) ist im Islam tief verwurzelt. Erste Verwendungen sind in der „Verfassung von Medina“ sowie in nachfolgenden Dokumenten und Vereinbarungen zu finden, in denen der Prophet Gottes die Beziehung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen geregelt hat…

Die Handlungsweise impliziert keine wie auch immer geartete Diskriminierung oder einen Ausschluss irgendeiner sozialen Gruppe dieser Zeit, sondern sie beinhaltet Grundsätze, die auf religiösen, ethnischen und sozialem Pluralismus beruhen..

Die arabischen und islamischen Gesellschaften können sich also einer alten Tradition der Koexistenz in einer einzigen Gesellschaft, die auf Diversität, Pluralität und gegenseitiger Anerkennung gegründet, rühmen…

Quelle: http://www.oasiscenter.eu/articles/religions-and-the-public-spehre/2017/04/13

Nach CIBEDO 2/2017, s. 75

 

 Juli 2017

Martin Niemöller sagte nach dem 2. Weltkrieg, er gehörte zur Opposition  
gegen die Nazi-Diktatur:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja  
kein Kommunist.
Als die Nazis die Juden holten und ermordeten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Jude.
Als die Nazis die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Sozialdemokrat.
Als die Nazis die Gewerkschafter einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Gewerkschafter.
Als die Nazis mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

  1. Wikipedia: Martin Niemöller

 

 

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