"Gedenktag im November 2019" - Doppelt so viele Menschen wie früher auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. November 2019 mittags.

 

Doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren versammelten sich auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen am Sonntag, 3. Nov. 2019 mittags. Schon wenige Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur fingen die Überlebenden des Holocaust mit solch einer Gedenkfeier in Recklinghausen an, jeweils am ersten Sonntag im November. Gedacht wird der nach Riga verschleppten und ermordeten jüdischen Gemeindemitglieder und BürgerInnen der Stadt und des Kreises Recklinghausen. Denn am 3. November 1943 wurden 3.000 Juden in Riga ermordet, darunter die letzten 300 Kinder. Sie alle waren aus dem Kreis Recklinghausen, Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen nach Riga deportiert.

 

In diesem Jahr sprachen u.a. Landrat Cay Süberkrüb, der Ruhrfestspielintendant Olaf Kröck, der letzte Überlebende und Ehrenbürger des Kreises Recklinghausen Rolf Abrahamsohn (er war auch Schirmherr vom 16. Abrahamsfest Marl). Es wirkten mit SchülerInnen des Hittorf-Gymnasiums Recklinghausen, Dr. Mark Gutkin als Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen und Isaak Tourgman als deren Vorbeter und Kantor. Das ganze wurde moderiert von Jörn Tüffers, Lokaredakteur der Recklinghäuser Zeitung.

 

Die CIAG Marl - zusammen mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis RE Veranstalter des jährlichen Abrahamsfestes - hatte in den Mdien mit dazu aufgerufen. "Dieser Tag gehört längst zu den festen Terminen unseres Abrahamitischen und demokratischen Wirkens", sagte einer Verantwortlichen.

 

gez. Hartmut Dreier

 


CIAG Marl - Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl

www.ciag-marl.de                                                                                                            16.11.2019

 

Bericht: Frauen mit vielen Herkunftskulturen gemeinsam – unterwegs zur Turner-Ausstellung und zu den Werkstätten in Karthaus/Münsterland

 

Die reizvollen Geheimnisse im Münsterland und in Münster ziehen jedes Jahr die Internationale Frauengruppe Marl an, die mit der CIAG Marl seit Anfang an verbunden sind und sich regelmäßig im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche Marl-Hüls trifft.

In diesem Jahr ging es ins Landesmuseum Münster/W. Zwei Tage nach der in den Medien gerühmten Ausstellungseröffnung „Turner - Horror and Delight“ war diese Turner-Ausstellung das erste Ziel. Turners Bilder kamen eindringlich an, in ihrer Farbigkeit und Dynamik, im ihrem schrittweisen Übergang von Romantik zum Impressionismus der Moderne. Anschließend ging es weiter zu den Werkstättten Karthaus bei Dülmen. Was Menschen mit Behinderungen schaffen, wurde hier bewundert. Ebenfalls genossen die Reisenden im dortigen Restaurant Kaffee, Tee und Kuchen.

Gez. Almuth Dreier


Bei einem früheren Abrahamsfest sprach Paul Oestreicher  - sein aktueller Aufruf gegen Hass erreicht uns soeben.

 

Meininger Tageblatt

 

WORTE ZUR LANDTAGSWAHL von Pfarrer Paul Oestreicher, Ehrenbürger Meiningens

 

In meinem Geburtsjahr 1931 befand sich die Weimarer Republik in einer schweren Krise. Die Demokratie war in tödlicher Gefahr. Thüringen, das Land meiner Geburt, war ein bedeutendes Exerzierfeld für die aufstrebende Nazi Partei. Im Thüringer Landtag erklomm Hitlers Folgsmann Wilhelm Frick als erster Nazi einen Ministerposten. Es dauerte nicht lang bis, im Jahr1933, the Partei alle Macht an sich riss. Sieg Heil hallte es durch die deutschen Länder.

Im bürgerlichen Meiningen feierten viele die Geburt der neuen Ordnung. Nun konnte endlich und uneingeschränkt das Vaterland bejubelt werden. Man hatte einen glaubhaften Führer. Er hatte seine Pläne verkündet: Deutschland, Großdeutschland über alles. Auch die Mehrzahl der Thüringer Christen sahen in ihm ein Gottesgeschenk. Der Übermut war berauschend. Und dann?

Ende des Traumes:  Leichen über Leichen, millionenfach. Deutschland ein Trümmerfeld. Man sprach vom Jahr Null. 14 millionen Deutsche auf der Flucht.

Und heute? All das liegt weit, weit zurück, ist für viele in Vergessenheit geraten. Ich, der einst mit meiner Familie von diesem Deutschland flüchten musste, finde mich benötigt in England, meiner Wahlheimat, die Menschen an diese deutsche Geschichte zu erinnern, denn auch hier in England  ist die Demokratie schwer bedroht. Man spürt den Haß in der luft. Zu viele Europäer, alte und junge, wollen nicht daran erinnert werden, wohin Nationalismus, Fremdenhaß und Populismus führen können.

All das gilt heute für Meiningen, für Thüringen, für die Landtagswahl in diesem Monat. Als Ehrenmeininger frage ich meine Mitbürger: Erkennt ihr die Zeichen der Zeit? Heute wie damals müßt ihr euch fragen lassen, habt ihr den Mut,und den Willen, ohne uns zu sagen zu jedem Anzeichen von Rassismus. Wer zum Unrecht schweigt, macht sich schuldig. Jeder deutsche Muslim, jeder deutsche Jude braucht und verdient unsere Solidarität.

Und die AfD Wähler? Streitet euch mit ihnen, verachtet sie nicht. Versucht sie zu überzeugen. Mischt euch ein in die Politik. Werdet politischer. Praktiziert Demokratie. Haßt niemanden, auch nicht die wirklichen Nazis. Vermehrt die Liebe zu Freund und Feind. Die Mitmenschlichkeit kennt keine Grenzen.


Weltkindertag 20.Sept. 2019 - Präsentation der Festschrift "25 Jahre Begegnungsfest zum Anti-Rassismustag in Marl".- Ehrung der Preisträger im Luftballonwettbewerb.

Fotograf: Konrad Pesch (Alle Fotos im Fotoalbum oder auf das Bild Klicken)

Die CIAG Marl hat vor 25 Jahren das jährliche Begegnungsfest zum Antirassismustag der UNO (21.März) mit gestartet.Träger sind seitdem: die Stadt Marl, CIAG Marl, alle Schulen in Marl, Weltzentrum Marl. Es nehmen jeweils an einem Projekttag aus allen Schulen am Ort 12-jährige SchülerInnen teil; sie treffen sich in der Martin Luther King Schule, ca 300 an der Zahl, dazu circa 60 ehrenamtliche AG-Leiterinnen. Gestartet wurde dieses Projekt vor 25 Jahren von Bernhard Weinmann (Lehrer an der Martin Luther King Schule, Akteur in der CIAG Marl u.a.) Nach einigen Jahren übernahmen Klaus-Dieter Hein und Johanna Pesch die Regie, bis heute. In den vielen Jahren entstanden auf Initiaitve von Hannelore Kintzel auch zahlreiche Wandtücher, die bunt zum Thema des jeweiligen Begegnungsfestes zum Antirassismustag gestaltet werden. Am Weltkindertag 20.Sept. 2019 wurden auch PreisträgerInnen vom Luftballonwettbewerb geehrt, die weitesten Ballons waren bis kurz vor Groningen geflogen. Die Fotos dokumentieren diese Präsentation der Festschrift und die Luftballon-Ehrung. Ort: vor dem Weltzentrum Marl im Marler STERN.

 


Von Aktiven in unseren Reihen: Melih Fidan

Quelle: Medienhaus Bauer/Marler Zeitung

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Rede am 6. September 2019

Unsere Rede bei der Veranstaltung "Wir sind mehr" am Rathaus Marl am Freitag, 6. Sept. 2019. Mit ca 15 weiteren Organisationen war die CIAG Mitveranstalterin. Beatrix Ries als eine der 3 Sprecherinnnen der CIAG/Abrahamsfest Marl trug Teile der hier dokumentierten Rede vor: 

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Räume der Stille für Christen und Muslime in der Paracelsusklinik Marl des Klinikums Vest in der Trägerschaft der Knappschaft

Die CIAG Marl hat seit Jahren das Thema interreligiöse Seelsorge auf dem Bildschirm und hat in der Paracelsusklinik Marl vorbildliche Kooperationspartner in der Geschäftsführung/Leitung dieses Krankenhauses. 
 
Fotos und Texte: Norbert Vongehr/Thomas Wallrad, Gabriele Ibing/Barbi Kohlhage. 
 

Kapelle der Paracelsus-Klinik erstrahlt in neuem Glanz – Raum für Ruhe und Besinnung das ganze Jahr und jeden Tag …

Das Klinikum Vest hat in den vergangenen 6 Wochen an seinem Standort in Marl in der Kapelle der Paracelsus-Klinik umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Zu Weihnachten 2018 können somit in der Kapelle wieder die ersten Gottesdienste gefeiert werden. Die Kapelle ist sehr schön geworden. Alles wurde neu gestrichen, das Mobiliar wurde aufgearbeitet, die Beleuchtung neu installiert, die Lüftungsanlage erweitert und ein neuer Bodenbelag verlegt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Farben und Formen harmonieren auch mit den Glasfenstern, die der Künstler Georg Meistermann, der als bekanntester Glasmaler des 20. Jahrhunderts gilt, für die Kapelle der Klinik geschaffen hat.

Jeden Tag ist die Kapelle geöffnet – für Patienten, Mitarbeiter und Besucher – sie lädt ein zur Ruhe und Besinnung. Auch die aufgestellte Krippe trägt dazu bei. Frau Kohlhage, evangelische Krankenhausseelsorgerin und Frau Ibing, katholische Krankenhausseelsorgerin freuen sich sehr, Patienten und Besucher wieder in diesen besonderen Raum zu Gottesdiensten einladen zu können. Zu Weihnachten 2018 wird am Heiligen Abend um 15.30 Uhr ein evangelischer Gottesdienst stattfinden und am 1. Weihnachtstag um 10.00 Uhr eine katholische Eucharistiefeier. Am 17. Januar 2019 wird auch wieder der ökumenische Gedenkgottesdienst für Verstorbene in der Kapelle stattfinden.

Das Klinikum Vest ist ein weltanschaulich offenes Krankenhaus. Auch ist der Klinik sehr daran gelegen, dass die dort betreuten Patienten ihrer Religion und Spiritualität gemäß Rückzugsmöglichkeiten finden. „Das gehört zum Gesundwerden dazu“, sagt Herr Vongehr, Krankenhausleiter der Paracelsus-Klinik und stellvertretender Geschäftsführer des Klinikum Vest. Er hat sich nicht nur für die Renovierung der Kapelle als Raum für die Christen eingesetzt, sondern auch für die Neugestaltung der Gebetsräume für muslimische Frauen und Männer, die die Paracelsus-Klinik bereitstellt. Zudem wurden in diesem Jahr rund um den See im Klinikpark zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, um zur Ruhe kommen zu können.

Herzlich lädt die Paracelsus-Klinik Marl also in den nächsten Tagen dazu ein, sich die renovierte Kapelle in weihnachtlicher Atmosphäre anzuschauen und zur Besinnung zu kommen.

 
Die Paracelsusklini hat Anfang diesen Jahres 2018 die Renovierung des Muslimischen Gebets-Raumes (Foto unten: Teppich, Raumteiler, Anstrich, Möblierung) getragen; die künstlerische Gestaltung (Bilder und Wandmalerei) wurde von den Moscheevereinen selber finanziert und ausgeführt – die Bilder sind kurz vor dem diesjährigen „Marler Öl-Ringen-Volksfest“ entstanden - seitens der Muslime sind hierbei seit Jahren engagiert: Nazife Güner und Ali Özbay (beide gehören auch zum SprecherInnen-Kreis der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl).
Die christliche Kapelle dieses Krankenhauses wurde soeben mit Mitteln und Fachkräften der Paracelsusklinik renoviert.
Auf einem Foto sieht man Handwerker und Verantwortliche der Klinik.
 

…Auszug aus der Patienteninformationsmappe der Paracelsus-Klinik Marl …

Die Kapelle der Paracelsus-Klinik

In der Kapelle finden Sie zu jeder Zeit einen Ort der Ruhe und des Gebets.

Die Kapelle befindet sich im Erdgeschoß (Eingang gegenüber dem Haupteingang).

Gottesdienste

jeden Sonntag um 09.00 Uhr

Evangelischer Gottesdienst

jeden Sonntag um 10.00 Uhr

Katholische Eucharistiefeier 

 

Für unsere Patient/Innen muslimischen Glaubens

 

steht in der 1. Etage im Ambulanztrakt 24 Stunden täglich jeweils ein

Gebetsraum für Männer (links) und Frauen (rechts) zur Verfügung.

   

 


"Alte Freunde treffen sich".

Auf dem Bild u.a. Mustafa Aktas, früher Imam in der Fatih-Moschee in Marl, lebt jetzt in Osnabrück und wirkt in der Buchhandlung in Münster/W, Bremer Platz 48 - 58.

  

  

 


"Der Neubau der Yunus Emre Moschee ist dringlich". Unter dieser Überschrift veröffentlich die Marler Zeitung am 3.9.2018 leicht gekürzt den Leserbrief von Hartmut Dreier vom 1.9.2018. Zusammenhang: Die AfD in Marl sammelt in Marl Unterschriften gegen die geplante und im Stadtrat beschlossene neue Moschee Yunus Emre im Stadtteil 
Marl-Brassert.

Als Mitbegründer der CIAG Marl schreibt H.D. am 1.9.2018: 

Hartmut Dreier, ev.Pfarrer i.R. Mitbegründer der CIAG Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl Schumannstr. 6, 45772 Marl                                                                       1.9.2018

Leserbrief

Moscheebau der Yunus Emre Moschee – muss sein.

Die MZ hat nun schon zweimal kurz hintereinander den Gegnern des Moscheebaus Platz gegeben, nachdem die MZ in früheren Monaten regelmäßig über den Fortgang der Planungen sachlich informiert hatte.  Ich mache auf folgende Sachverhalte aufmerksam:

  1. Das Vorhaben: Seit mindestens fünfzehn Jahren bemüht sich die muslimische Gemeinde Yunus Emre um einen Neubau als Ersatz für den jetzigen Standort an der Ecke Sickingmühlerstrasse/ Haardstrasse. Die künftige Moschee wird ca 200 m entfernt vom jetzigen Standort an der Sickingmühlerstrasse liegen. Das Verkehrsaufkommen wird nicht anders sein als bisher.  Ohne den durch Seveso III bedingten allgemeinen Baugenehmigungs- stopp in Marl wäre der Neubau der Moschee fertig. Der jetzige Standort war von Anfang an behelfsmäßig. Der Neubau ist dringlich. Die Architektur ist interessant: ein Mix von Tradition und Moderne. Der Neubau wird aus Spenden finanziert und aus dem Verkauf des jetzigen Gebäudes. Die Gemeinde verzichtet auf den Azanruf vom Minarett. Das alles ist seit Jahren geplant, entwickelt und auch in der Presse vorgestellt.
  2. Lange Planung in Politik und Verwaltung: Seit Jahren hat ein Beirat die gesamte Planung begleitet. Die politischen Fraktionen im Rat sind informiert und haben – dank des umsichtigen Vorgehens von Bürgermeister Arndt – fast einvernehmlich das Neu- und Ersatzbauvorhaben gut geheißen. Im Beirat sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten und am Tisch. Dort wird offen über alles diskutiert mit guten gemeinsamen Ergebnissen.
  3. Das Profil der Gemeinde: Die Yunus Emre Moschee betreibt seit Jahren eine sehr gute Arbeit und kümmert sich um gute Nachbarschaft in Brassert. Das jährliche Gemeindefest im Frühsommer auf dem Platz Sickingmühlerstr/Haardstr ist sehr beliebt. Die Yunus Emre Moschee ist seit Beginn in 1984 aktiv in der CIAG Marl = Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl. Sie sind verlässlich. Sie haben dazu beigetragen, dass Marl auch bundesweit und in anderen Ländern einen guten Ruf hat für Toleranz, Fairness, Miteinander der Religionen, gute Nachbarschaftlichkeit und besondere Ereignisse wie das jährliche Abrahamsfest. Die Yunus Emre Moschee hat engagierte Jugendliche und Studierende, die in den vergangenen zwei Jahren beachtliche Dokumentarfilme gemacht haben, wo sie ältere Gemeindeglieder über ihre Erfahrungen befragen. Man muss sich diese Filme einmal ansehen, wie die Älteren den Jüngeren seit 3 Generationen ins Stammbuch geschrieben haben: „Strengt euch hier in Marl an!“, „Bildung ist enorm wichtig“. „Verbindet den Glauben an Gott mit Liebe zu den Nachbarn“. Die Jüngeren sind darauf ebenso stolz wie ihre Eltern und Großeltern. Ihr Fazit als Jüngere und Ältere : „Marl ist unsere Heimat!“
  4. DITIB: Die Yunus Emre Gemeinde gehört zum Dachverband DITIB. Was hier in Marl in der Gemeinde gelehrt, gebetet und bedacht wird, wird hier am Ort geklärt und entschieden, wie das auch in christlichen Gemeinden innerhalb der beiden großen Kirchen  der Fall ist. Die Yunus Emre Moschee ist im Rahmen von DITIB eigenständig und ihren Gemeindegliedern verantwortlich. Der derzeitige Hodscha Yusuf Genctürk kommt aus der Türkei und bekommt sein Gehalt von dort. Außer diesem redlichen Hodscha arbeitet seit 2 Jahren in der Yunus Emre Moschee die muslimische Theologin Dilek Pürcek, die in Bielefeld groß geworden ist, islamische Theologie in Ankara studiert hat und zuständig ist für Kinder- Jugend und Frauenbildung. Sie denkt ähnlich eigenständig wie ich als christlicher Theologe!

Was aus dem Dachverband DITIB in Köln in 20 Jahren – sagen wir: in 2040 - geworden sein wird, dazu wage ich aufgrund meiner Kenntnisse und meines Überblicks seit über 35 Jahren folgende Prognose: Im Rahmen der „Islamkonferenz Deutschland“ und des Föderalismus in den Bundesländern wird es zu Verträgen kommen, die die Finanzierung und Ausbildung der Hauptamtlichen neu regeln: Im Sinne der Religionsfreiheit und des Grundgesetzes muss im Jahre 2040 der Islam in Deutschland eine eigene finanzielle Basis haben (eine Art Moschee-Steuer der steuerlich veranlagten Muslime im Land). Die Theologen werden hier an Universitäten studieren, ausgebildet und von hier aus bezahlt werden. Wie es schon jetzt endlich islamische ReligionslehrerInnen gibt, die an deutschen Universitäten ausgebildet sind und wie andere Lehrkräfte in Deutschland bezahlt werden. Die Grundstücke und Gebäude werden schon jetzt hier am Ort finanziert und  verwaltet,  und sie werden eines Tages einem völlig andersartigen Dachverband als dem jetzigen angehören, sagen wir: zu „DITIB 2040“ werden sie gehören, DITIB bezieht sich dann voll und ganz auf die Bundesrepublik Deutschland. (Erst 1985 hat sich die Ev. Kirche in Deutschland zur freiheitlichen Demokratie bekannt).

Diese derzeitige künstliche Aufregung ist fehl am Platz, man sollte zur Tagesordnung übergehen – auch in der Presse. Marl hat genügend wirkliche Probleme, aber wirklich keinen Bedarf an Religionskriegen. Finger weg von diesen  Unterschriftslisten! Niemand sollte sich manipulieren lassen! Es riecht nach Vor-Wahlkampf.


Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen.

Die Verantwortlichen der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl haben im Juni2018 beschlossen:

Ein dreiköpfiges interreligiöses Frauen-Team repräsentiert die Arbeit nach außen. Fortgesetzt wird natürlich die Gemeinsame Verantwortung, die freie Breite der Initiativen der einzelnen und der beteiligten Gruppierungen,  die Koordination in monatlichen Plenumstreffen und vierteljährlichen Steuerungsgruppen-Treffen.

Das ganze wird ehrenamtlich organisiert. In den vergangenen Jahren repräsentierte Jens Flachmeier das ganze (CIAG/Abrahamsfest)  nach außen. Seit dem 1. Juli 2018 repräsentieren das ganze nach außen: drei Frauen aus den drei Religionen: Beatrix Ries, Intisar Saif und ein Platz ist noch  reserviert für jemand in Verbindung mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen. Allen wird herzlich gedankt: Jens Flachmeier für seine bisherige Aktivität und den Neuen für ihre künftige Aktivität. Alle genannten kümmern sich weiterhin um ihre speziellen Themenfelder.


Vernetzung von Heimat und Gastland - Unsere 7 Jahre in der Türkei (2011-17)

Dienstag, 19. Juni 2018,18 - 20 Uhr                                                                         

Herzliche Einladung!                                        Fatih-Moschee, Bachackerweg 197                    

                                                                                45772  Marl-Hamm

Nach 7 Jahren intensiver Gemeindearbeit als ev. Pastorin in der deutschsprachgen Gemeinde in der Türkei mit Sitz in Istanbul berichten Ursula August und ihr Mann Rainer Volz am kommenden DI 19. Juni 2018, 18 - 20 Uhr in der Fatih-Moschee, Bachackerweg 197, 45772 Marl-Hamm über ihre Erfahrungen. Sie stellen das ganze unter Thema "Vernetzung von Heimat und Gastland" und warten mit der über 200jährigen Geschichte zwischen Deutschen und Türkein seit 175o auf, wo zunächst viele Deutsche z.B. als Handwerker wie Uhrmacher in der Türkei Arbeit und sogar ihre Heimat fanden, oft verbunden mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung und Religionsfreiheit als Christen. Vieles ist ganz erstaunlich in der aktuellen Diskussion und weitet den Horizont. PfrIn Urusla August war von 1999 bis 2011 Pastorin in der Ev.Stadtkirchengemeinde Marl, in Hüls und Hamm und ist unvergessen. Ihr Mann ist Sozialwissenschaftler und durch seine Musikbegeisterung vielen in ganz Marl bekannt.

Die Veranstaltung ist getragen von der CIAG Marl Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in einem breiten Bündnis: Denn alle relevanten Gruppierungen in Marl-Hamm und Marl-Hüls laden dazu ein: die Schulen Pestalozzi, Käthe Kollwitz, kath. Hauptschule, die beiden Moscheen Fatih und Kuba, die beiden Kirchengemeinden: St. Franziskus und ESM-Bezirk Osten und das ERnst Reuter Haus.

Der Abend ist kostenfrei. Die gastgebende Fatih-Moschee lädt zur Begrüßung zum Tee ein. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr und ende nach circa 2 Stunden.

 Hier die Einladung als PDF

 Download this file (CIAG - 2018 - 6 - Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf)  CIAG - 2018 - 6 - Ulla und Rainer ihr Vortrag Juni 2018.pdf


PA: Neu: weltweiter "Tag des Zusammenlebens" am Mittwoch 16. Mai - Marler 
Praxis im weltweiten Friedenszusammenhang: 

Auch in Marl gibt es Aktivität im Sinne des "Tages des Zusammenlebens", 
den die UNO  seit Herbst 2017 jeweils weltweit für den 16. Mai eines 
Jahres ausgerufen hat. Zwei Beispiele: In der Scharounschule Marl treffen 
sich am MI 16. Mai um 17.30 Uhr Aktive aus Schulen, den religiösen 
Gemeinden der Juden, Christen und Muslime, um den Familien-Nachmittag am 
23. September 2018 beim kommenden 18. Abrahamsfest zum Thema 
"Kinder!Kinder" vorzubereiten. Am Vorabend des 16. Mai, also am 15. Mai 
sind interessierte Erwachsene ins Abraham-Haus, Karl Liebknecht Str. 10, 
Marl-Drewer in der Zeit von 18 - 21 Uhr eingeladen, um aus erster Hand - 
von Juden, Christen und Muslime selber - zu erfahren, was ihr Glauben und 
Leben ausmacht, was sie gemeinsam haben und was sie unterscheidet (vor 
wenigen Tagen präsentierten die gleichen Aktiven das Abraham Haus auch 
beim Katholikentag in Münster). 

Der einstimmige Beschluss der UNO-Vollversammlung im September 2017 zur 
Einführung dieses jährlichen "Tages des Zusammenlebens" will die 
"Geschwisterlichkeit" der Religionen betonen und eine Friedenserziehung in 
diesem Sinne weltweit in Gang setzen. "Die Kräfte der Harmonie müssen 
stärker werden als die Bosheiten von Terror, Hass und Krieg - gerade in 
der aktuellen zerrisenen Welt mit ihren Brüchen, Widersprüchen und 
Kriegen", so Scheich Khaled Bentounes, einer der wesentlichen Begründer 
dieser "Tages des Zusammenleben". Scheich Khaled Bentounes stammt aus 
Algerien und wirkt von Paris aus mit der islamischen Friedensbewegung AISA 
International, einer Nichtregierungsorganisation, die ähnlich wie der 
Dalai Lama, Papst Franziskus bzw das Projekt "Weltethos" (Tübingen) um die 
christlichen Theologen Karl Rahner und Franz Josef Kuschel  gut vernetzt 
ist über die religiösen Gräben hinweg und die Friedenssehnsucht in der 
Menschheit verstärkt.  Khaled Bentounes beschrankt sich in seinem Wirken 
nicht nur auf die "dünne Luft der Spitzendiplomatie"  sondern 
unterstützte z.B durch den islamischen Chor AISA aus Frauen und 
Männern im Rathaus Marl das Gastmahl  zum Abschluss vom Abrahamsfest vor 
einigen Jahren. Die Muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernehmen 
wie andere Pfadfindergruppen aus Deutschland Saaldienste bei den Ev. 
Kirchentagen seit Jahren. Khaled Bentounes wirkte mit im Zentralinstitut 
Islam-Archiv Deutschland, Soest, das seit dem Tod von dessen Begründer 
Salim Abdullah  vor zwei Jahren als "An-Institut" ans Zentrum für 
Islamische Theologie der Uni Münster gekommen ist, deren Professoren 
Khorchide und Karimi in Marl beliebte Referenten bei Abrahamnsfesten sind: 
Prof. Khorchide in 2015 und Prof. Karimi in diesem Herbst 2018. 

"Wir begehen in diesem Jahr erstmalig den "Tag des Zusammenlebens" auch in 
Marl ganz praktisch mit Projekten, die schon laufen. Was wir hier in Marl 
seit Jahrzehnten machen, stellen wir in einen großen weltweiten 
Friedenszusammenhang", sagt Hartmut Dreier, einer der Aktiven in der CIAG 
Marl und beim jährlichen Abrahamsfest. 

gez. Hartmut Dreier 

Download this file (Verständnis für andere Religionen.pdf)  Verständnis für andere Religionen.pdf


Internet-Petition für Völkerfreundschaft und Dialog der Kulturen. 

Initiatior: Sven Hadel (Marl)

 

https://www.openpetition.de/petition/online/setzt-der-spaltung-ein-ende-wie-der-geschichtsunterricht-das-ruder-rumreissen-kann

Die Verantwortlichen der CIAG Marl/Abrahamsfest Marl haben im Juni 2018 beschlossen:

Ein dreiköpfiges interreligiöses (Abrahamitisches) Frauen-Team
repräsentiert die Arbeit nach außen. Fortgesetzt wird die gemeinsame
Verantwortung im SprecherInnen-Kreis (s.u.), die freie Breite der
Aktivität der Einzelnen und der beteiligten Gruppen, die Koordination in
meist monatlichen Plenumstreffen und in meist vierteljährlichen
Steuerungsgruppen-Treffen..

Das ganze wird ehrenamtlich organisiert. In den vergangenen Jahren
repräsentierte Jens Flachmeier das Ganze (CIAG Marl, Abrahamsfest usw)
nach außen. Seit dem 1. Juli 2018 repräsentieren das Ganze nach außen:
drei Frauen aus den drei Religionen: in alphabetischer Reihenfolge:
Beatrix Ries (christlich), Intisar Saif (muslimisch), lilia Vishnevetska
(jüdisch).
Allen wird herzlich gedankt: Jens Flachemier für seine bisherige Aktivität
als Gesamt-Sprecher und dem neuen Team für ihre Bereitschaft zur
Aktivität als Gesamt-Sprecherinnen.
Alle genannten Personen kümmern sich weiterhin um ihre speziellen
Themenfelder.


SprecherInnen-Kreis CIAG Marl/Abrahamsfest Marl


(Telefonische Vorwahl Marl = 02365)

Dunia Arcoun, Ostpreußenstr. 32, 45770 Marl
Özcan Arlat, Triftstr. 21, 45772 Marl, Tel. 0174 958 22 22
Ramazan Atalay, Merkurstr. 19, 45768 Marl, Tel. 0157 592 011 27
Nabile Darwich, Adolf Grimme Str. 8, 45768 Marl, Tel. 0177 512 14 14
Semih Deniz, Victoriastr. 116 d, 45772 Marl, Tel. 38 12 71
Hakki Dinckal, Sickingstr. 136, 45772 Marl, Tel. 4 88 06
Hartmut Dreier, Schumannstr. 6, 45772 Marl, Tel. 4 20 76
Jens Flachmeier, Drewerstr. 62, Tel. 0178 14 16 514
Bünyamin Gedik,c/o Fatih-Moschee: Bachackerweg 197, 45772 Marl, Tel. 
0176 436 000 86
Nazife Güner, Sickingstr. 49, 45772 Marl, Tel. 0157 547 801 58
Christa Heinen, Lembecker Pfad 26, 45770 Marl, Tel. 3 76 23
Özlem Isik, Sickingstr. 15, 45772 Marl, Tel. 0157 746 342 65
Elisa Kindler, Joh. Brahms Str.33, 45772 Marl, Tel. 50 36 50
Hannelore Kintzel, von Menzel Str. 16, 45768 Marl, Tel. 5 98 70
Hasibe Koc, Kampstr. 51, 45768 Marl, Tel. 0157 551 735 55

Heidi Blessenohl, Thüringer Str. 3, 45770 Marl, Tel. 34 774
Natalie und Andrej Koschuhowski, Brüderstr. 59, 45768 Marl, Tel. 6 99 723
Mariola Kozaronek, Sperberweg 3-5, 45772 Marl, Tel. 0176 190 033 95

Melih Fidan, Bachackerweg 97, 45772 Marl, Tel. 0152 2181 38 14
Muhammet Catmak, Möwenweg 1, 45772 Marl, Tel. 0151 2970 25 49
Yunis Kulak, Rudolf Virchow Str. 26 B, 45768 Marl, Tel. 0177 322 53 81
Mona u. Meriam Lihedheb,Breslauerstr. 1, 45768 Marl. Tel. 0157 517 720 59
Ali Özbay, Trifstr. 12 B, 45772 Marl, Tel. 0172 909 27 97
Michaela Rickert,c/o KBC Kunterbuntes Chamäleon, G.Herwegh Str. 63-67, 
45772 Marl, Tel. 0163 683 24 43
Beatrix Ries, Begonienstr. 9, 45770 Marl, Tel. 674 50
Adnan Saglik, Bahnhofstr. 88, 45772 Marl, Tel. 83 803
Intisar Saif, Pommernstr. 4, 45770 Marl, Tel. 0176 42 19 29 22
Günter Tewes, Max Planck Str. 1 b, 45768 Marl, Tel. 69 11 26
Isaak Tourgman,c/o Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, Tel. 
0151 155 595 21
Mehmet Ucak, Kampstr. 23, 45768 Marl, Tel. 50 76 69
Marl, Tel.95 84-11
Geylani Ugur, Sachtstr. 50, 45768 Marl, Tel. 0163 242 22 29
Roland Wanke, Bachstr. 7a, 45770 Marl, Tel. 41 33 69

Silvia Frank, Hans Thoma Str. 8, 45767 Marl, Tel. 51 50 57
Lilia Vishnevetska, Merkurstr. 19, 45768 Marl, Tel. 0163 481 29 23

(Stand: Sept. 2019)

 

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  • auf Bestätigung, ob sie betreffende Daten verarbeitet werden, auf Auskunft über die verarbeiteten Daten, auf weitere Informationen über die Datenverarbeitung sowie auf Kopien der Daten (vgl. auch Art. 15 DSGVO);
  • auf Berichtigung oder Vervollständigung unrichtiger bzw. unvollständiger Daten (vgl. auch Art. 16 DSGVO);
  • auf unverzügliche Löschung der sie betreffenden Daten (vgl. auch Art. 17 DSGVO), oder, alternativ, soweit eine weitere Verarbeitung gemäß Art. 17 Abs. 3 DSGVO erforderlich ist, auf Einschränkung der Verarbeitung nach Maßgabe von Art. 18 DSGVO;
  • auf Erhalt der sie betreffenden und von ihnen bereitgestellten Daten und auf Übermittlung dieser Daten an andere Anbieter/Verantwortliche (vgl. auch Art. 20 DSGVO);
  • auf Beschwerde gegenüber der Aufsichtsbehörde, sofern sie der Ansicht sind, dass die sie betreffenden Daten durch den Anbieter unter Verstoß gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verarbeitet werden (vgl. auch Art. 77 DSGVO).

Darüber hinaus ist der Anbieter dazu verpflichtet, alle Empfänger, denen gegenüber Daten durch den Anbieter offengelegt worden sind, über jedwede Berichtigung oder Löschung von Daten oder die Einschränkung der Verarbeitung, die aufgrund der Artikel 16, 17 Abs. 1, 18 DSGVO erfolgt, zu unterrichten. Diese Verpflichtung besteht jedoch nicht, soweit diese Mitteilung unmöglich oder mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden ist. Unbeschadet dessen hat der Nutzer ein Recht auf Auskunft über diese Empfänger.

Ebenfalls haben die Nutzer und Betroffenen nach Art. 21 DSGVO das Recht auf Widerspruch gegen die künftige Verarbeitung der sie betreffenden Daten, sofern die Daten durch den Anbieter nach Maßgabe von Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO verarbeitet werden. Insbesondere ist ein Widerspruch gegen die Datenverarbeitung zum Zwecke der Direktwerbung statthaft.

III. Informationen zur Datenverarbeitung

Ihre bei Nutzung unseres Internetauftritts verarbeiteten Daten werden gelöscht oder gesperrt, sobald der Zweck der Speicherung entfällt, der Löschung der Daten keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen und nachfolgend keine anderslautenden Angaben zu einzelnen Verarbeitungsverfahren gemacht werden.

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Januar  2020

Liebe Freundinnen und Freunde,

Am 28. Nov. 2018  hat das Europaparlament mit großer Mehrheit für den Klimanotstand gestimmt:

"Das Europaparlament hat den "Klimanotstand" für Europa ausgerufen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Entschließungsantrag. 429 Parlamentarier sprachen sich dafür aus, es gab 225 Gegenstimmen, 19 Abgeordnete enthielten sich. Die Resolution ist ein symbolischer Akt, der aber Druck für konkrete Gesetzgebung aufbauen soll. Damit solle unterstrichen werden, dass wegen des Klimawandels dringend gehandelt werden müsse, erklärte das Parlament."

 

Dezember 2019

"Im Atheismus der Massen drohen auch die utopischen Gehalte der 
Überlieferung unterzugehen" (Jürgen Habermas: "Legitimationsprobleme im 
Spätkapitalismus", 1973)

Nach dem 11. September 2001, in seiner Friedenspreisrede "Glaube und 
Wissen" 2001: Die Religionen haben noch "den Zugang zu einer archaischen 
Erfahrung - und zu einer Quelle der Solidarität - behalten (....), die 
sich den ungläubigen Söhnen und Töchern der Moderne verschlossen hat. 
(...) Für uns säkulare Geister enthält allein die ästhetische Erfahrung 
noch Spurenelemente aus dieser weithin versiegten Quelle".
(Beide Zitate aus: Johan Schloemann: Das Bessere versuchen, in SZ 18.Juni 
2019, s. 11 - 12)

 

November  2019

"ich will, dass ihr Angst habt... Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind 
es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber: Ich will 
Eure Hoffnung nicht. Ich will, dass Ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag 
spüre"

Greta Thunberg auf dem "Weltwirtschaftsgipfel" in Davos im Januar 2019

"Wir Kinder gehen nicht auf die Straße, damit Sie Selfies mit uns machen 
und dass Sie es bewundern, was wir tun. Wir Kinder tun dies, um Sie, die 
Ewachsenen, aufzuwecken. Wir Kinder tun dies, weil wir unsere Hoffnungen 
und Träume zurückhaben wollen".

Greta Thunberg im britischen Parlament 2019

 

Oktober 2019

Heribert Prantl auf dem kirchentag in Dortmund am 21.Juni 2019: "Man liest 
nachdenklich den Satz, den Franz Grillparzer 1849 geschrieben hat: ´Von 
der Humanität durch Nationalität zur Bestialität.`Und man ahnt und weiß, 
dass die Humanität wieder bedroht ist, massiv wie schon Jahrzehnte nicht 
mehr. Sie ist bedroht von gemeiner Rede und gemeiner Tat, von der Lust an 
politischer Grobheit, von Flegelei und Unverschämtheit, von der Verhöhnung 
von Anstand und Diplomatie, sie ist bedroht von einer rabiaten Missachtung 
des Respekts und der Achtung, die jedem Menschen zustehten, dem 
einheimischen Arbeitslosen, dem Flüchtling wie dem politischen Gegner, sie 
ist bedroht von einer aufreizenden Verachtung von Fakten und Detials, wie 
sie der 45. Präsident der Vereinigen Staaten zeigt."

 

September 2019

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl
Jahre hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt,
wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Albert Schweitzer
(14.1.1875 - 4. 9. 1965. Arzt, Philosoph, ev. Theologe, Organist, 
Musikwissenschaftler, Pazifist, Friedensnobelpreis 1953)

 

August 2019

"Wenn die Religionen nicht Wege des Friedens einschlagen, verleugnen sie 
sich selbst"

Franziskus, Bischof zu Rom, Papst der katholischen Weltkirche zum 
Internationalen Friedenstreffen "Brücken des Friedens" in Bologna/Italien 
am 17.Okt. 2018.


Quelle: CIBEDO-Beiträge 1/2009, s. 19

 

Juli 2019

Gotteshauch:
Sieh, ich starb als Stein und ging als Pflanze auf,
starb als Pflanze und nahm drauf als Tier den Lauf.
Starb als Tier und ward ein Mensch.
Was fürcht´ ich dann, da durch Sterben
ich nie minder werden kann.
Wieder, wenn ich werd´ als Mensch gestorben sein,
wird ein Engelsfittich mir erworben sein,
und als Engel muss ich sein geopfert auch,
werden, was ich nicht begreif: ein Gotteshauch!

Verfasser: Rumi, geb. 30.9.1207 in Blach (heute Afghanistan), gestorben am 
17.12.1273 in Konya.

 

Juni 2019

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen.
Mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen.
Der Augenblick ist mein,
und nehm ich den in acht,
so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius, geb. 2.10.1616 in Glogau, gestorben 16.7.1664 in Glogau

 

Mai 2019

 

Omar Khayyam

 

Freude am Jetzt

 

Vergiss das Gestern, denn es ist vergangen;

Das Morgen kommt, du brauchst es nicht verlangen.

Du sollst dich nicht an das, was nicht ist, ketten.

Denn Freude kannst du nur im Jetzt empfangen

 

(Omar Khayyam: geboren 1044 in Nishapur in der Provinz Khorasan – heutiger Iran, gestorben 1131. Mathematiker, Astronom, islamischer Philosoph und Poet).

 

April 2019

 

 INTR´A/IRB - InterReligiöse Arbeitsstelle/Bibliothek - Karin & Reinhard Kirste

 

Bertolt Brecht: Karsamstagslegende

Den Verwaisten gewidmet

 

Seine Dornenkrone

nahmen sie ab

Legten ihn ohne

Die Würde ins Grab.

 

Als sie gehetzt und müde

Andern Abends wieder zum Grabe kamen

Siehe, da blühte

Aus dem Hügel jenes Dornes Samen.

 

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt

Sang wunderleise

Eine Drossel süß und mild

Eine helle Weise.

 

Da fühlten sie kaum

Mehr den Tod am Ort

Sahen über Zeit und Raum

Lächelten im hellen Traum

Gingen träumend fort

 

(aus: Bertold Brecht: Die Gedicht von Bertold Brecht in einem Band. Suhrkamp Verlag 1981. Zitiert nach: Das Frühlingsbuch. Gedicht und Prosa. Herausgegeben von Hans Bender und Nikolaus Wolters, insel taschenbuch 914, 1986, s. 64 f)

 

März 2019

 

"So gehöre nicht zu denen, die die Hoffnung verlieren" (Koran 55, 5)


Quelle: Neujahrsgruß für 2019 von Aiman A. Mazyek. Zentralrat der Muslime 
in Deutschland.

 

Februar 2019

 

Alle sagen: "Das geht nicht!"
Dann kam einer, der wußte das nicht. Und hat´s gemacht.

unbekannt

 

Januar 2019


Wo hört die Heimat auf und fängt die Fremde an?
Es liegt daran, wie weit das Herz ist aufgethan.
Ein enges Herz, das sich verstockt im Winkel hat,
Es findet fremdes Land drei Finger von der Stadt;
Ein weites aber hat das Fernste sein genannt,
Als wie vom Hmmel wird die blüh´nde Welt umspannt."

Friedrich Rückert

 

Dezember 2018

 

In Wahrheit gibt es nur ein einziges

Licht, das durch unterschiedliche

Fenster scheint und uns durch die

Person jedes einzelnen

Propheten erreicht. 

Rumi

Mavlana Dschalaluddin Rumi wurde 30.9.1207 in Balkh geboren (damaliges Persien, heute Afghanistan). Er starb am 17.12.1273 in Konya.Er gilt vielen als "der größe mystische Prophet aller Zeiten". Er wurde von den besten Gelehrten in der damaligen Islamischen Welt unterichtet, z.B. in Bagdad, Mekka und Damaskus. Auch sein Elternhaus prägte ihn, sein Vater lehrte in Konya und Sohn Mavlana Dschalaluddin Runi wurde im Alter von 22 Jahren sein Nachfolger. Er war natürlich nicht unumstritten in seiner Zeit. Die Derwiche mit ihrem Drehtanz beziehen sich auf ihn.

(Obiges Zitat aus: Die Lehren des Rumi, München 2006, S. 28)

 

November 2018

 

"Alle sagen: Das geht nicht!
Dann kam einer, der wußte nichts davon.
Und er hat´s gemacht"

Autor wird in der Prophetenüberlieferung vermutet.

 

Oktober 2018

 

Credo von Dorothee Sölle:

ich glaube an gott

der den widerspruch des lebendigen will

und die veränderung aller zustände

durch unsere arbeit

durch unsere politik

 

ich glaube an jesus christus

der aufersteht in unser leben

dass wir frei werden

von vorurteilen und anmaßung

von angst und hass

und seine revolution weitertreiben

auf sein reich hin

 

ich glaube an den geist

der mit jesus in die welt gekommen ist

an die gemeinschaft aller völker

und unsere verantwortung für das

was aus unserer erde wird

ein tal voll jammer hunger und gewalt

oder die stadt gottes

amen.

Anmerkung: dieses Credo (= Glaubensbekenntnis) schrieb Dorothee Sölle 1968. Wikipedia: Dorothee Sölle, dort ist mehr zu lesen zu dieser evangelisch-ökumenischen Theologin und Dichterin (geboren: 30.9.1929, gestorben: 27.4.2003). Das Credo ist mehrfach nachgedruckt, z.B. Dorothee Sölle/Fulbert Steffensky (Hg.). Politisches Nachtgebet in Köln. Band 1, Stuttgart/Mainz,  5. Auflage 1971, s. 26 – 27. Zuletzt: Institut für Theologie und Politik (ITP) Münster: Kleine theologische Anstöße – Kirche 1968 – „Unter dem Pflaster liegt der Strand“, Juni 2018, s. 10

 

September 2018


Zekerija Sejdini (Prof. für islamische Religionspädagogik an der
Universität Innsbruck):

„Doch all jene, die sich mit dem interreligiösen Dialog beschäftigen,
wissen, dass ein ehrlicher, und zielführender Dialog zwischen den
Religionen kein leichtes Unterfangen ist. Das liegt einerseits an der
ambivalenten Natur der Religionen selbst, die sowohl friedensstiftend
als auch gewaltfördernd sein können, andererseits in der Tatsache, dass
der ehrliche Dialog eine Haltung voraussetzt, die den Anderen als einen
gleichberechtigten Partner in allen Belangen betrachtet. Der britische
Großrabbiner Jonathan Sacks bringt diesen Aspekt auf den Punkt, wenn er
sagt: ‚Religion has power. It bonds people as a group. It moves people to
act. It changes lives. And whatever has power ca be used, misused or
abused. Religion is like fire. It warms, but it also burns. And we are the
guardians of the flame.’”

Quelle:Zekerija Sejdini Dankesrede zur Verleihung des Kurt Schubert
Gedächtnispreises für interreligiöse Verständigung, in Festschrift zur
Preisverleihung 2018, Forum der Weltreligionen, Wien.Beilage zu Religionen
unterwegs 24.Jg.Nr.2 Mai 2018.
-
Zekerija Sejdani, geboren 1972 in Vrapciste (Mazedonien) studierte
islamische Theologie an der Al-Azhar Universität in Kairo , Marmara
Universität Istanbul, Heidelberg. Mehr zu ihm Internet unter seinem Namen.

 

August 2018

 

„Doch all jene, die sich mit dem interreligiösen Dialog beschäftigen, wissen, dass ein ehrlicher, und zielführender Dialog zwischen den Religionen kein leichtes Unterfangen ist. Das liegt einerseits an der ambivalenten Natur der Religionen selbst, die sowohl friedensstiftend als auch gewaltfördernd sein können, andererseits in der Tatsache, dass der ehrliche Dialog eine Haltung voraussetzt, die den Anderen als einen gleichberechtigten Partner in allen Belangen betrachtet. Der britische Großrabbiner Jonathan Sacks bringt diesen Aspekt auf den Punkt, wenn er sagt: ‚Religion has power. It bonds people as a group. It moves people to act. It changes lives. And whatever has power ca be used, misused or abused. Religion is like fire.

It warms, but it also burns. And we are the guardians of the flame.’”

In: Zekerija Sejdini Dankesrede des Preisträgers – zur Verleihung des Kurt Schubert Gedächtnispreises für interreligiöse Verständigung, in Festschrift zur Preisverleihung 2018, Forum der Weltreligionen, Wien.Beilage zu Religionen unterwegs 24.Jg.Nr.2 Mai 2018

 

 

Juli 2018

 

"Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als deine
Schulweisheit dich träumen läßt"

(Shakespeare, Hamlet)

 

 

 Juni 2018

 

"Welche eine triste Epoche,
in der es leichter ist,
ein Atom zu zertrümmern
als ein Vorurteil"

Albert Einstein


 

Mai 2018

 
Die jüdische Rabbinerin Sharon Brous (USA):


„Meine Würde ist mit deiner Würde verbunden, und meine Freiheit ist mit
deiner Freiheit verbunden, und wir müssen diese Schritte gemeinsam als
Gesellschaft gehen“. Das sagte Sharon Brous, Rabbinerin einer schnell
wachsenden Gemeinde in den USA.
In einem Interview mit der taz vom 6./. Januar spricht sie vom Kampf
zweier Philosophien in Bezug auf den Menschen. Zitat: „ Sorge ich mich nur
um mich selbst, meine Familie und jene, die so aussehen, sich so benehmen
und sprechen wie ich?
Oder sehe ich mich als Teil des Gewebes der menschlichen Gemeinschaft, ein
Herz unter vielen, dass versteht, dass wir alle in Solidarität miteinander
stehen müssen?“

Sie möchte, dass Politik durch Liebe befeuert wird. Von Liebe getrieben,
durch den Glauben an das Gute im Menschen. „Das bedeutet nicht“, so sagt
sie, „dass wir naiv sein sollen, nicht wachsam und nicht realistisch in
Bezug auf Gefahr. Das bedeutet, dass wir einander verstehen können und
gemeinsam daran arbeiten können, etwas aufzubauen, das besser ist als das,
was wir jetzt haben.“

Sie hat aus Erfahrung der Shoah einen erstaunlichen Schluss gezogen.
Als Jüdin setzt sie sich ein für Muslime in den USA, die zunehmend
ausgegrenzt und von der Trump-Regierung durch einen „Muslim Ban“ bedroht
werde. Sie geht sogar so weit, sich für eine Aufnahme von Immigranten
einzusetzen, ähnlich dem Kirchenasyl. Das rührte eine alte Frau ihrer
Gemeinde zu Tränen. Sie war als Kind vor den Nazis in einer Kirche
versteckt worden.

Quelle: taz 6. Jan. 2018

 

April 2018


Helmuth James Graf von Moltke:


„Ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist 
der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit, der Intoleranz und des 
Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in den Deutschen 
steckt und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat 
gefunden hat.“

Helmuth James Graf von Moltke, geboren 11. 3. 1907, am 23.1.1945 im 
Gefängnis Berlin-Plötzensee auf Anordnung der NS-Justiz erhängt. Jurist, 
Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Begründer des 
"Kreisauer Kreises". Das Zitat ist aus seinem Abschiedsbrief an die 
Söhne Caspar und Konrad vom 11.10.1944. Zitiert von Navid Kermani bei 
seiner Laudatio auf Norbert Lammert, ehem. Bundestagspräsident, als 
dieser den Leo Beack Preis verliehen bekam (FAZ-net 5.2.2018)

 

März 2018

 

Scan vom Originalskript von Erich Fried. 

 

Februar  2018


"Was ist der Sabbat? Eine Erinnerung an aller Menschen Königswürde, eine
Aufhebung der Unterscheidung von Herr und Knecht, reich und arm, Erfolg
und Fehlschlag.Denn Sabbat feiern bedeutet, unsere letzte Unabhängigkeit
von Zivilisation und Gesellschaft zu erfahren, von Leistung und Angst. Der
Sabbat ist eine Verkörperung des Glaubens, dass alle Menschen gleich sind,
und dass die Gleichheit der Menschen ihren Adel ausmacht. Die größte Sünde
des Menschen ist es zu vergessen, dass er oder sie ein Königsohn, eine
Königstochter ist. Der Sabbat ist eine Zusicherung dessen, dass jenseits
des Guten das Heilige ist. Das Universum wurde in sechs Tagen geschaffen,
aber der Höhepunkt der Schöpfung war der siebte Tag. Die Dinge, die in den
sechs Tagen ins Leben gekommen sind, sind gut; aber der siebte Tag ist
´heilig`! Der Sabbat ist Heiligkeit in der Zeit."

Abraham Joshua Heschel (1907 - 1972)

 

Januar 2018

"Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald große Sorgen haben"

(Konfuzius, 551-479 v Chr)

 

Dezember 2017

"Und siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.Es
sollen nicht mehr da sein Kinder, die nur etliche Tage leben, oder Alte,
die ihre Jahre nicht erfüllen. Sie werden Häuser bauen und selber
bewohnen. Sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte selber essen.
Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was
ein anderer esse. Sie sollen nicht umsonst arbeiten.
Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein
Rind und die Schlange soll Erde essen".

Bibel: Jesaja 65, 17 ff - etwas  gekürzt

November 2017

Berge kommen nicht zusammen aber Menschen"

Jüdisches Sprichwort

 

Oktober 2017

Das Kreisen des Firmaments zaudert nicht, eile Dich.

Hafez/Hafis (1315 - 1390)

 

September 2017

Papst Franziskus: Schluss seiner Ansprache bei seiner apostolischen Reise nach Ägypten an die Teilnehmer der Internationalen Friedenskonferenz, 28. April 2017:

 „Denn es dient zu kaum etwas oder zu nichts, die Stimme zu erheben und eilig wieder aufzurüsten, um sich zu schützen:

Heute brauchen wir Erbauer des Friedens, nicht Erbauer von Waffen.

Heute sind Ingenieure des Friedens nötig, nicht Aufwiegler von Konflikten.

Feuerwehrleute und nicht Brandstifter.

Prediger von Versöhnung und nicht Aufrufer zur Zerstörung“.

Quelle: http://w2.vatican.va/content/franceso/de/speeches/20017/april/documents/papa-francesco_20170428_egitto-conferenza-pace.html

 Nach CIBEDO 2/2017, s. 79

 

 

August 2017

Die Azhar-Deklaration der Konferenz „Frieden, Bürgerschaft, Diversität und Integration“

Al-Azhar, Kario, 28. Februar bis 1. März 2017:

1.Das Konzept der „Bürgerschaft“ (citizenship) ist im Islam tief verwurzelt. Erste Verwendungen sind in der „Verfassung von Medina“ sowie in nachfolgenden Dokumenten und Vereinbarungen zu finden, in denen der Prophet Gottes die Beziehung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen geregelt hat…

Die Handlungsweise impliziert keine wie auch immer geartete Diskriminierung oder einen Ausschluss irgendeiner sozialen Gruppe dieser Zeit, sondern sie beinhaltet Grundsätze, die auf religiösen, ethnischen und sozialem Pluralismus beruhen..

Die arabischen und islamischen Gesellschaften können sich also einer alten Tradition der Koexistenz in einer einzigen Gesellschaft, die auf Diversität, Pluralität und gegenseitiger Anerkennung gegründet, rühmen…

Quelle: http://www.oasiscenter.eu/articles/religions-and-the-public-spehre/2017/04/13

Nach CIBEDO 2/2017, s. 75

 

 Juli 2017

Martin Niemöller sagte nach dem 2. Weltkrieg, er gehörte zur Opposition  
gegen die Nazi-Diktatur:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja  
kein Kommunist.
Als die Nazis die Juden holten und ermordeten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Jude.
Als die Nazis die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Sozialdemokrat.
Als die Nazis die Gewerkschafter einsperrten, habe ich geschwiegen; ich  
war ja kein Gewerkschafter.
Als die Nazis mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

  1. Wikipedia: Martin Niemöller